Reporter-Workshop 2018
Wie Journalisten Vertrauen verlieren und gewinnen

Roger Köppel

 

WORKSHOP 4E
Freitag, 17:00 – 18:30
Über die Themen der Rechtspopulisten schreiben, ohne populistisch zu sein.
Zusammen mit Ulf Poschardt, Bernd Ulrich, Melanie Amann

HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.

In vielen Reaktionen herrscht eine große Unsicherheit, wie man journalistisch die „Sorgen“ der AfD-Klientel bearbeiten soll. Die simple Lösung: man lässt ihre Wähler und Vordenker zu Wort kommen und denkt, schau mal an, wie lernfähig und pluralistisch wir sind. In diesem Workshop diskutieren die vier Journalisten darüber, wie man diese und andere blinde Flecken der journalistischen Weltbetrachtung füllen kann.

VITA
Roger Köppel wurde 1965 in Zürich geboren. Nach seinem Grundstudium in Geschichte und Volkswirtschaft wurde er Redaktionsmitglied bei der Tageszeitung „Neue Zürcher Zeitung“. Drei Jahre lang schrieb er für die Rubriken Sport und Feuilleton, bevor es ihn im Jahr 1990 wieder an die Universität zog. Von 1990 bis 1994 studierte er Politische Philosophie, Wirtschaftsgeschichte und Geschichte der Neuzeit in Zürich (CH) und Stuttgart (D) und schloss sein Studium mit dem Lizentiat ab (Lic. Phil. I).

Nach seinem Studium arbeitete Roger Köppel drei Jahre lang als Kulturredaktor beim „Tages-Anzeiger“ in Zürich. 1997 wurde er Chefredaktor des Wochenmagazins „Das Magazin“, zudem fungierte er als Stellvertretender Chefredaktor beim „Tages-Anzeiger“.

Nachdem er im Jahr 2000 ein Executive Education Programm an der Columbia Business School in New York absolvierte, trat er im Jahr 2001 die Stelle als Chefredaktor für „Die Weltwoche“ in Zürich an. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Chefredaktor der Tageszeitung „DIE WELT“ in Berlin kehrte er 2006 erneut in die Schweiz zurück, um nunmehr als Chefredaktor und Verleger die Leitung der Wochenzeitung „Die Weltwoche“ in Zürich zu übernehmen. Seit November 2007 ist Roger Köppel zudem Dozent an der Universität St. Gallen (Executive MBA HSG).

2009 wurde er durch die Zeitschrift „Schweizer Journalist“ zum Journalist des Jahres ausgezeichnet.

2010 erhielt er den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik.

2015 trat er der SVP bei und wurde im gleichen Jahr als bestgewählter Nationalrat der Schweiz ins Parlament gewählt.

Zu seinen Hobbys gehören Lesen von Sachbüchern aus den Themenbereichen Geschichte, Wirtschaft, Zeitgeschehen, Philosophie. Weiter ist er sehr interessiert an Kultur, vor allem Kino und Musik, da besonders Jazz und West Coast Rhythm and Blues. Theater, aber nur in England, weil ihm deutsches Regietheater auf die Nerven geht. Dort, wo Shakespeare draufsteht, sollte auch Shakespeare drin sein. Sein liebstes Hobby ist die Zertrümmerung populärer Irrtümer. Ausserdem ist er seit jeher fasziniert von Deutschland und England, vor allem deren Geschichte.

 

Programm

Auf dem Reporter-Workshop kommen jedes Jahr 300 Journalisten zusammen, um über ihr Handwerk, ihre Branche, ihre Zukunft zu diskutieren

Freitag/Samstag, 15./16. Juni 2018, Spiegel-Verlag, Ericusspitze 1, Hamburg

TWITTER: #rewo18

 

HINWEIS:
Ggf. ist zur Vorbereitung auf manche Workshops die Lektüre von Texten o.Ä. nötig. Einfach auf das Foto des jeweiligen Dozenten, der jeweiligen Dozentin klicken und nachsehen, ob dort Material zur Verfügung steht.

 

FREITAG

8:30 Uhr
Check-In

9:45 Uhr
Begrüßung
(Cordt Schnibben, Klaus Brinkbäumer, Ariel Hauptmeier)

 

10:15 – 11:45 Uhr
WORKSHOPS 1

1A) Christian von Brockhausen (Regisseur): Helden, Schurken, Langweiler – Figuren spannend erzählen in Fernsehen und Print.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

1B) Jens Radü (Der Spiegel): Innovative Storytellling – in sechs Schritten zu einer Multimedia-Geschichte, die funktioniert.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

1C) Richard Gutjahr (frei): Denunziere den Messenger – wie soziale Medien zu Waffen werden.
Raum K8

1D) Carsten Hauptmeier, Gabriele Knetsch, Marion Ammicht (DJS), Jörg Sadrozinski (Reporterfabrik), Juliane von Reppert-Bismarck (Lie Detectors), Wilfried Ruetten (ehem. Leiter des European Journalism Centre): Wie Journalisten die Medienkompetenz von Schülern verbessern können.
Raum K9

1E) Michael Ebert (SZ-Magazin): „Ich hab Mist gebaut – zehn große Fehler, die Journalisten unterlaufen sind, wie sie mit diesen Fehlern umgegangen sind, und was sich daraus lernen lässt.
Raum K10

1F) Kai Rüsberg (frei): #Oneshot – drehen mit dem Smartphone, ohne zu schneiden.
(ACHTUNG: Smartphone mitbringen!)
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K1

 

12:15 – 13:45 Uhr
WORKSHOPS 2

2A) Jana Simon, Annabel Wahba (Die Zeit): Der Fall Dieter Wedel: Recherche und Reaktionen
Raum K9

2B) Eva Wolfangel (frei): Gibt es eine systematische Benachteilung von Frauen im Journalismus – und wie kann man Reporterinnen stärken?
(mit Anette Dowideit, Luise Pusch, Elena Erdmann, Marion Horn, Sebastian Matthes, Andreas Wolfers)
Raum K1

2C) Thomas Schulz (Der Spiegel), Richard Gutjahr (frei): Facebook und der Journalismus – zu Gast bei Feinden?
Raum K8

2D) Heike Faller (Die Zeit), Lara Fritzsche (SZ-Magazin): Langezeitreportage = Langzeithorror? Was tun, damit nachher kurzweilig klingt, was vorher lange recherchiert wurde? Moderation: Ariel Hauptmeier
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

2E) Ingrid Brodnig (frei), Patrick Stegemann („Lösch Dich“): Reconquista Internet – wie Rechte den Hass im Netz organisieren und was man dagegen tun kann.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K10

2F) Jennifer Wilton, Marc Neller (Die Welt): 5 Methoden, wie man schlechte Texte rettet. Textworkshop
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

 

ab 14:00 Uhr
Mittagessen

 


15:00 – 16:30 Uhr

WORKSHOPS 3

3A) Markus Feldenkirchen (Der Spiegel), Kevin Kühnert (SPD): All access – wie man Nähe zu Politikern herstellt, ohne ihnen zu nahe zu kommen.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

3B) Felix W. Zimmermann (ZDF/Frontal21): Post vom Medienanwalt – wie reagieren bei Drohung, Abmahnung und einstweiliger Verfügung?
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

3C) Sylke Gruhnwald (Republik), Maire-Louise Timcke (Berliner Morgenpost): Datenjournalismus – wie aus Zahlen, Dokumenten und Tönen Geschichten werden.
Raum K9

3D) Gesa Gottschalk (Geo), Vivian Pasquet (Geo): Wie schreibt man eine persönliche Reportage, die nicht nur die eigene Oma interessiert?
(Mit Textarbeit)
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K10

3E) Katharina Rosskopf, Lukas Strobl (Bloomberg), Susanne Amann (Der Spiegel/Dverse Media), Astrid Maier (WirtschaftsWoche/Dverse Media): Der Kollaps ist 280 Zeichen entfernt – wie Trump-Tweets die Finanzmärkte beeinflussen, und was Journalisten daraus machen können, die keine Experten sind.
Raum K1

3F) Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung): Katastrophen, Schicksalsschläge, Elend – über das Unaussprechliche schreiben.
(Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)
Raum K8

 

17:00 – 18:30 Uhr
WORKSHOPS 4

4A) Karin Steinberger (Süddeutsche Zeitung), Britta Stuff (Die Zeit): Beate Lakotta (Der Spiegel): Vertrauen zu Protagonisten, Zeugen, Informanten herstellen – was hilft, was schadet?
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K10

4B) Silke Burmester (frei): #metoo – was haben wir in unserer Branche mit Männern erlebt?
(Geschlossene Runde, nur für Frauen)
Raum K1

4C) Doris Dörrie: Dramaturgie – was der Journalismus von der Fiktion lernen kann.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

4D) Jonathan Sachse, Justus von Daniels (Correctiv): Wem gehört Hamburg? Wie man zusammen mit Bürgern recherchiert.
Raum K9

4E) Melanie Amann (Der Spiegel), Ulf Poschardt (Die Welt), Bernd Ulrich (Die Zeit), Roger Köppel (Weltwoche): Über die Themen der Rechtspopulisten schreiben, ohne populistisch zu sein.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

4F) Katrin Langhans (Süddeutsche Zeitung), Elena Kuch (NDR): Geschichten besser erzählen und Teamwork effizienter planen – was wir aus den Panama Papers für die Paradise Papers gelernt haben.
Raum K8

 

18:30 Uhr – 20 Uhr:
Abendessen

Ab 20:30
Reporter-Party
in der Oberhafenkantine

 

SAMSTAG

9:30
Check-In

 

10:00 – 11:30
WORKSHOPS 5

5A) Cordt Schnibben (Reporterfabrik): Warum ein Report oft besser ist als die Reportage.
(Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

5B) Laura Meschede (frei): Wie man über Themen schreibt, von denen man zunächst keine Ahnung hat.
Raum K8

5C) findet jetzt statt am Freitag: Workshop 1A

5D) Nataly Bleuel (frei), Eva Wolfangel (frei): Kind und Karriere – geht das überhaupt als Reporter/in?
Raum K1

5E) Daniel Ryser (WOZ): Der Kokain-Report – wie man eine 50 Seiten lange Reportage recherchiert und erzählt.
Raum K9

5F) Ariel Hauptmeier (Republik): 50 Werkzeuge für gute Texte. (geht bis 13:30 Uhr)
(Mit Texten der Teilnehmer)
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

 

12:00 – 13:30
WORKSHOPS 6

6A) Lena Niethammer (frei), Dirk Gieselmann (frei): Was andere besser können als wir, was Journalisten bei anderen Disziplinen klauen sollten.
Raum K10

6B) Julia Rosch (Deutschlandfunk Nova), Paulus Müller (Einhundert), Yasemin Yüksel (Spiegel Online): Authentisch erzählen im Podcast – Storytelling in der „Einhundert“ von Deutschlandfunk Nova und im „Stimmenfang“ von Spiegel Online.
Raum K8

6C) Ann Sophie Lindström (frei), Frauke Huber (Bombay Flying Club): Wie gewinne ich als Fotografin das Vertrauen von Protagonisten?
Raum K1

6D) Jennifer Wilton, Jan Lindenau (Die Welt): Von Terroropfern bis zu Wutbürgern – mit Menschen reden, die nicht reden wollen.
Raum K9

6E) Dirk Winkelmann (Verhörprofi): Wahrheit oder Lüge – wie professionelle Ermittler fragen.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

6F) Ariel Hauptmeier (Republik): 50 Werkzeuge für gute Texte. (Fortsetzung von 5F)
(Mit Texten der Teilnehmer)
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4



Mehr über den Dozenten und seinen Workshop erfahrt ihr, wenn ihr das Foto anklickt

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