Reporter-Workshop 2017
Journalismus in Zeiten der Trumps
ausgebucht

Marco di Filippo

Marco di Filippo

 

Workshop 5A
Samstag, 10:00 – 13:00
Live Hacking. Max Schmitt – denn er weiß nicht, was er tut! Zeigen, wie einfach man heutzutage an vertrauliche bzw. private Daten kommt.
(läuft bis 13 Uhr)
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.

 

Ein Hinweis vorab.

Unternehmen hierzulande sind auf neue Formen von Angriffen auf ihre Firmennetze nur unzureichend vorbereitet. Unter Advanced Persistent Threat (APT), zu Deutsch „fortgeschrittene, andauernde Bedrohung“, werden komplexe, zielgerichtete und effektive Angriffe auf kritische IT-Infrastrukturen und vertrauliche Unternehmensdaten verstanden. Bei solchen Angriffen geht es den Cyberkriminellen um wertvolle Unternehmens- und Mitarbeiterdaten wie etwa Businesspläne oder Patente für neue Produkte. Dabei konzentrieren sich die Angreifer auf die Ausnutzung von „Trusted Relationships“, also Kontakten, denen ein Nutzer vertraut, und zwar über Soziale Netzwerke und/oder vertrauenswürdig aussehenden Spam.

Viele Verantwortliche unterschätzen das Risiko von APTs. Betrifft mich das? Bin ich so wichtig? Das wird doch nicht ausgerechnet mich treffen …

Die Realität zeigt, dass jeder betroffen sein kann, vom einfachen Bürger bis hin zum Spitzenpolitiker. Im Zuge eines solchen Angriffes gehen Cyberkriminelle sehr zielgerichtet vor und nehmen gegebenenfalls großen Aufwand auf sich, um nach dem ersten Eindringen in ein System weiter in die lokale IT-Infrastruktur des Opfers vorzudringen. Das Ziel eines APTs ist es, möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Typisch ist, dass die Täter sehr viel Zeit und Handarbeit investieren und Werkzeuge bevorzugen, die nur für einzelne, spezifische Aufgaben geeignet sind. User bzw. Mitarbeiter dienen hierbei häufig als Sprungbrett. Über infizierte Links und sehr fortschrittliche Schadsoftware verschafft sich der Angreifer einen Einstiegspunkt in die Organisation und kann sich ausbreiten, Daten und wertvolle Informationen sammeln.

 

VITA
Marco Di Filippo ist seit seiner Kindheit ein Computer-Enthusiast und arbeitet seit 1996 im IT-Consulting, davon mehr als 15 Jahre im Bereich IT-Sicherheit, sowohl aus der offensiven als auch aus der defensiven Sicht. Sein Spezialgebiet sind organisatorische und technische IT-Sicherheitsprüfungen und -konzepte. Er ist in leitender Position bei der KORAMIS GmbH, Saarbrücken tätig.
Schon lange vor Bekanntwerden von Cyber-Angriffen warnte Herr Di Filippo die Öffentlichkeit vor unzureichend abgesicherten industriellen Steuerungssystemen (ICS – Industrial Control Systems). Er war somit maßgeblich an der Sensibilisierung für mögliche Cyber-Bedrohungen und an der Verbreitung entsprechender Cyber-Security-Strategien beteiligt.

Herr Di Filippo ist Autor zahlreicher Publikationen und Mitautor diverser Fachbücher. In der Fachpresse und in seinem Blog publiziert er regelmäßig über Sicherheitslücken und ‑Vorfälle sowie neuste (Forschungs-)Erkenntnisse der Branche.

Programm

Auf dem Reporter-Workshop kommen jedes Jahr 300 Journalisten zusammen, um über ihr Handwerk, ihre Branche, ihre Zukunft zu diskutieren

Freitag/Samstag, 19./20. Mai 2017, Spiegel-Verlag, Ericusspitze 1, Hamburg

 

FREITAG

8:30 Uhr
Check-In

9:30 Uhr
Begrüßung
(Cordt Schnibben, Klaus Brinkbäumer, Ariel Hauptmeier)

9:45 Uhr
Elisabeth Wehling (University of California): Die Herausforderung durch den Populismus.

 

10:15 – 11:45 Uhr
WORKSHOPS 1

1A) Özlem Topcu (Die Zeit), Hüseyin Topel (frei), Cigdem Akyol (APA), Maximilian Popp (Der Spiegel), Deniz Yücel (Die Welt, angefragt): Als Journalist in Erdogans Türkei.
Moderation: Hatice Akyün
Raum K1

1B) Andre Wolf (Mimikama), Moritz Tschermak (Bildblog), Verena Stöckigt (ARD-faktenfinder): Wie man Fake-News erkennt.
Moderation: Daniel Drepper
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

1C) Jana Simon (Die Zeit), Melanie Amann (Der Spiegel), Raphael Thelen (Zeitenspiegel): Über die AfD berichten.
Moderation: Markus Grill
Raum K8

1D) Michael Ebert (SZ-Magazin): Wie freie Autoren ihre Geschichten bestmöglich anbieten, schützen, abliefern – und wie sie es hinkriegen, dafür ordentlich bezahlt zu werden.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

1E) Mareike Nieberding (Projekt „Demo“), Nataly Bleuel (Projekt „Demokratie in Bewegung“): Schreiben, reicht das? Wenn Journalistinnen zu Aktivistinnen werden.
Raum K3

1F) Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung): Bitte bleiben Sie dran! Wie man seinen Leser durch den Text lockt.
(Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)
Raum K9

 

12:15 – 13:45 Uhr
WORKSHOPS 2

2A) Malte Daniljuk (RT Deutsch), Christian Trippe (Deutsche Welle), Steffen Dobbert (Zeit Online): Wie arbeitet Russia Today in Deutschland?
Raum K1

2B) Cordt Schnibben (Der Spiegel): Die Kunst des Interviews – 101 Fragen an Moritz von Uslar.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

2C) Paula Lambert (frei): Über Sex schreiben.
Raum K3

2D) Marcel Rosenbach (Der Spiegel), Tobias Nehren (SPD), Julius van de Laar (Kampagnen- und Strategieberater): Digitaler Wahlkampf in Deutschland und den USA.
Raum K9

2E) Anette Dowideit (Die Welt), Lena Kampf (WDR): Bei Informanten Vertrauen aufbauen, sie schützen – und ihnen auf den Zahn fühlen.
Raum K8

2F) Roland Schulz (SZ-Magazin): Anfang und Ende einer Reportage (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer).
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

 

ab 13:45: Mittagessen


15:00 – 16:30 Uhr

WORKSHOPS 3

3A) Elisabeth Wehling (University of California): Wie man als Journalist mit der Rhetorik der Trumps umgehen sollte.
Raum K8

3B) Katrin Langhans (Süddeutsche Zeitung), Eva Achinger (Bayerischer Rundfunk): Investigative Recherche – keine Angst vor Daten und Behörden.
Raum K4

3C ) Hannah Lühmann (Die Welt), Tobias Rapp (Der Spiegel): Götz Kubitschek –  zwei Texte über einen Rechtspopulisten.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K6/7

3D) Nicola Meier (Die Zeit), Eva Wolfangel (frei): Wissenschaft spannend erzählen.
Raum K9

3E) Marcel Mettelsiefen (frei): Wie man sich einer Flüchtlingsfamilie nähert und dabei einen Film macht, der für den Oscar nominiert wird.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K10

3F) Lina Timm (Media Lab Bayern): Monetarisierung – nicht mein Problem? Oh doch! Was der Journalismus von Startups lernen kann.
Raum K1

3G) Annabelle Seubert (taz): Wie wird eine Reportage schön? (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)
Raum K3

 

17:00 – 18:30 Uhr
WORKSHOPS 4

4A) Sophia A. McClennen (School of International Affairs): Warum Satire effektiver gegen Populismus ist als Journalismus.
Raum K8

4B) Ullrich Fichtner (Der Spiegel): Schreiben heißt Entscheiden. Zehn Fragen, die jeder Reporter vor und während der Textarbeit beantworten sollte.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

4C) Mark Lee Hunter (Story-Based Inquiry Associates), Maria Besiou (Kuhne Logistics University): Power is everywhere – how stakeholder media build the future of watchdog news.
Raum K3

4D) Mai Thi Nguyen-Kim (Funk), Nike Laurenz, Katharina Hölter (bento) – Erzählen für die Millenials.
Raum K1

4E) Lara Fritzsche (SZ-Magazin): Der Reportage-Essay. Wie man Reportagen hintergründiger und Essays anschaulicher macht.
Raum K6/7

4F) Susanne Amann Der Spiegel/Dverse Media), Astrid Maier (Wirtschaftswoche/Dverse Media): Was Chefs machen müssen, damit Frauen führen wollen.
Raum K9

4G) Julia Leeb (frei): Als Journalistin in Krisengebieten recherchieren.
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K10

 

18:30 Uhr – 20 Uhr:
Abendessen

Ab 20:30
Reporter-Party in der Oberhafenkantine  

 

SAMSTAG

9:30
Check-In

10:00 – 11:00
WORKSHOPS 5

5A) Marco di Filippo (CSE): Live Hacking. Max Schmitt – denn er weiß nicht, was er tut! Zeigen, wie einfach man heutzutage an vertrauliche bzw. private Daten kommt (läuft durch bis 13 Uhr).
HINWEIS: Der Workshop wird mit Kamera aufgezeichnet.
Raum K4

5B) Guido Mingels (Der Spiegel, „Früher war alles schlechter“) : Warum der Journalismus an einer realistischen Darstellung der Wirklichkeit scheitert.
Raum K6/7

5C) Christian Schwägerl, Tanja Krämer (RiffReporter): RiffReporter: Eine neue Form freien Arbeitens.
Raum K8

5D) Wiebke Harms (F-Mag), Angela Kesselring (Plan W): Wie entwickelt man heute ein Magazin für Frauen? Eine Frage, zwei Antworten: F-MAG und PLAN W.
Raum K9

5E) Hannes Grassegger (Das Magazin): Big Picture statt Big Data – Wie man die Digitalisierung spannend erzählen kann.
Raum K10

 

11:00 – 12:00
WORKSHOPS 6

6A) Constantin Seibt, Christof Moser, Clara Vuillemin (Project Republik): Wie Project R / Republik arbeitet und arbeiten wird.
Raum K10

6B) Cornelia Stolze (frei): Alternative Fakten in der Wissenschaft: Wie Forscher und Mediziner die Öffentlichkeit in die Irre führen, um mit unseren Ängsten und Hoffnungen Geschäfte zu machen.
Raum K8

6C) Isa Lange (Uni Hildesheim): Nachrichten – ganz langsam: Wie können wir den Nachrichtenbildern mehr Zeit geben?
Raum K9

6D) Jochen Förster, Marin Majica (C3): Kundenmagazine mit Kante und Klasse – wie geht das?
Raum K1

6E) Roland Schulz (SZ-Magazin): Über das Sterben schreiben.
Raum K6/7

 

12:00 – 13:00 Uhr
WORKSHOPS 7

7A) Alexandra Brosowski (frei): Ich mach mein eigenes Ding! Vom Journalisten zum Medienunternehmer.
Raum K6/7

7B) Maren Urner, Han Langeslag (perspective daily): Warum Fakten nicht ausreichen, um Bullshit aus der Welt zu schaffen.
Raum K8

7C) Anton Hunger (Ex Porsche-Sprecher): Wie Pressesprecher Themen einen Spin geben – und wie Journalisten das erkennen.
Raum K10

7D) Heike Faller (Die Zeit): Quietsch – Hilfe meine Geschichte hat den falschen Ton! Hilfe, ich finde keinen eigenen Stil! Und jetzt? (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer, geht bis 14 Uhr)
Raum K9



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