Reporter-Workshop 2017
Journalismus in Zeiten der Trumps
ausgebucht

Isa Lange

Isa Lange

 

Workshop 6C
Samstag, 11:00 – 12:00
Nachrichten – ganz langsam: Wie können wir den Nachrichtenbildern mehr Zeit geben?

 

Wie können wir mit der Masse der Bilder und dem grenzenlosen Zugang zu Nachrichten weltweit umgehen? Anstatt durch die Timeline zu hetzen und an der Oberfläche zu kratzen, sollten wir den Nachrichtenbildern und Geschichten die Zeit geben, die sie brauchen. Es ist eine Frage des Umgangs mit Geschwindigkeit, Zeit und Konzentration – jeden Tag aufs Neue.

In diesem Workshop gebe ich Einblicke, warum ich Nachrichten zeichne und wie ich mit Fotojournalisten in Athen, Washington, Nairobi, Istanbul, Manila, Boston und Berlin zusammenarbeite. Mit im Gepäck habe ich Zeichnungen: Donald Trumps erster Arbeitstag im Oval Office, zwei Frauen auf der Flucht durch Libyen, ein Ehepaar, das sich sechs Jahre nach Fukushima an den schmerzhaften Verlust der Heimat erinnert. Ich möchte mit euch diskutieren, wie wir Nachrichten entschleunigen können.

Material zur Vorbereitung auf den Workshop:
„News the slow way“ (2017, Blog des Media Governance Lab, Department of Communication, University of Vienna, English)

 

VITA
Isa Lange, geboren 1985 in Hannover, hat Kunst, Germanistik und Politikwissenschaft studiert. Zeichnet Nachrichten, ziemlich oldschool – mit einem Blatt Papier und einem 3B-Bleistift. Die Serie „Nachrichten zeichnen” entsteht seit 2015 in Zusammenarbeit mit Fotojournalisten. Einmal in der Woche erscheinen die dokumentarischen Skizzen gedruckt in der Zeitung, im Wochenendjournal „Sonntag“ vom Redaktionsnetzwerk Deutschland. Arbeitet seit 2010 an der Universität Hildesheim. 2015 Kausa-Medienpreis (Kategorie Text, 2. Preis).

Ist seit Kurzem bei „riffreporter“ unterwegs, hier arbeiten Journalisten, Übersetzer und Illustratoren zusammen und berichten über Entwicklungen in Wissenschaft, Gesellschaft und Technologie.

Twitter: @stadtmaulwurf

Programm

Auf dem Reporter-Workshop kommen jedes Jahr 300 Journalisten zusammen, um über ihr Handwerk, ihre Branche, ihre Zukunft zu diskutieren

Freitag/Samstag, 19./20. Mai 2017, Spiegel-Verlag, Ericusspitze 1, Hamburg

 

FREITAG

8:30 Uhr
Check-In

9:30 Uhr
Begrüßung
(Cordt Schnibben, Klaus Brinkbäumer, Ariel Hauptmeier)

9:45 Uhr
Elisabeth Wehling (University of California): Die Herausforderung durch den Populismus.

 

10:15 – 11:45 Uhr
WORKSHOPS 1

1A) Özlem Topcu (Die Zeit), Hüseyin Topel (frei), Cigdem Akyol (APA), Maximilian Popp (Der Spiegel), Deniz Yücel (Die Welt, angefragt): Als Journalist in Erdogans Türkei.
Moderation: Hatice Akyün

1B) Andre Wolf (Mimikama), Moritz Tschermak (Bildblog), Verena Stöckigt (ARD-faktenfinder): Wie man Fake-News erkennt.
Moderation: Daniel Drepper

1C) Jana Simon (Die Zeit), Melanie Amann (Der Spiegel), Raphael Thelen (Zeitenspiegel): Über die AfD berichten.
Moderation: Markus Grill

1D) Michael Ebert (SZ-Magazin): Wie freie Autoren ihre Geschichten bestmöglich anbieten, schützen, abliefern – und wie sie es hinkriegen, dafür ordentlich bezahlt zu werden.

1E) Mareike Nieberding (Projekt „Demo“), Nataly Bleuel (Projekt „Demokratie in Bewegung“): Schreiben, reicht das? Wenn Journalistinnen zu Aktivistinnen werden.

1F) Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung): Bitte bleiben Sie dran! Wie man seinen Leser durch den Text lockt.
(Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)

 

12:15 – 13:45 Uhr
WORKSHOPS 2

2A) Malte Daniljuk (RT Deutsch), Christian Trippe (Deutsche Welle), Steffen Dobbert (Zeit Online): Wie arbeitet Russia Today in Deutschland?

2B) Cordt Schnibben (Der Spiegel): Die Kunst des Interviews – 101 Fragen an Moritz von Uslar.

2C) Paula Lambert (frei): Über Sex schreiben.

2D) Marcel Rosenbach (Der Spiegel), Tobias Nehren (SPD), Julius van de Laar (Kampagnen- und Strategieberater): Digitaler Wahlkampf in Deutschland und den USA.

2E) Anette Dowideit (Die Welt), Lena Kampf (WDR): Bei Informanten Vertrauen aufbauen, sie schützen – und ihnen auf den Zahn fühlen.

2F) Roland Schulz (SZ-Magazin): Anfang und Ende einer Reportage (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer).

 

ab 13:45: Mittagessen


15:00 – 16:30 Uhr

WORKSHOPS 3

3A) Elisabeth Wehling (University of California): Wie man als Journalist mit der Rhetorik der Trumps umgehen sollte.

3B) Katrin Langhans (Süddeutsche Zeitung), Eva Achinger (Bayerischer Rundfunk): Investigative Recherche – keine Angst vor Daten und Behörden.

3C ) Hannah Lühmann (Die Welt), Tobias Rapp (Der Spiegel): Götz Kubitschek –  zwei Texte über einen Rechtspopulisten.

3D) Nicola Meier (Die Zeit), Eva Wolfangel (frei): Wissenschaft spannend erzählen.

3E) Marcel Mettelsiefen (frei): Wie man sich einer Flüchtlingsfamilie nähert und dabei einen Film macht, der für den Oscar nominiert wird.

3F) Lina Timm (Media Lab Bayern): Monetarisierung – nicht mein Problem? Oh doch! Was der Journalismus von Startups lernen kann.

3G) Annabelle Seubert (taz): Wie wird eine Reportage schön? (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)

 

17:00 – 18:30 Uhr
WORKSHOPS 4

4A) Sophia A. McClennen (School of International Affairs): Warum Satire effektiver gegen Populismus ist als Journalismus.

4B) Ullrich Fichtner (Der Spiegel): Schreiben heißt Entscheiden. Zehn Fragen, die jeder Reporter vor und während der Textarbeit beantworten sollte.

4C) Mark Lee Hunter (Story-Based Inquiry Associates), Maria Besiou (Kuhne Logistics University): Power is everywhere – how stakeholder media build the future of watchdog news.

4D) Mai Thi Nguyen-Kim (Funk), Nike Laurenz, Katharina Hölter (bento) – Erzählen für die Millenials.

4E) Lara Fritzsche (SZ-Magazin): Der Reportage-Essay. Wie man Reportagen hintergründiger und Essays anschaulicher macht.

4F) Susanne Amann (Der Spiegel), Astrid Maier (Wirtschaftswoche): Was Chefs machen müssen, damit Frauen führen wollen.

4G) Julia Leeb (frei): Als Journalistin in Krisengebieten recherchieren.

 

18:30 Uhr – 20 Uhr:
Abendessen

Ab 20:30
Reporter-Party in der Oberhafenkantine  

 

SAMSTAG

9:30
Check-In

10:00 – 11:00
WORKSHOPS 5

5A) Marco di Filippo (CSE): Live Hacking. Max Schmitt – denn er weiß nicht, was er tut! Zeigen, wie einfach man heutzutage an vertrauliche bzw. private Daten kommt (läuft durch bis 13 Uhr).

5B) Guido Mingels (Der Spiegel, „Früher war alles schlechter“) : Warum der Journalismus an einer realistischen Darstellung der Wirklichkeit scheitert.

5C) Christian Schwägerl, Tanja Krämer (RiffReporter): RiffReporter: Eine neue Form freien Arbeitens.

5D) Wiebke Harms (F-Mag), Angela Kesselring (Plan W): Wie entwickelt man heute ein Magazin für Frauen? Eine Frage, zwei Antworten: F-MAG und PLAN W.

5E) Hannes Grassegger (Das Magazin): Big Picture statt Big Data – Wie man die Digitalisierung spannend erzählen kann.

 

11:00 – 12:00
WORKSHOPS 6

6A) Constantin Seibt, Christof Moser, Clara Vuillemin (Project Republik): Wie Project R / Republik arbeitet und arbeiten wird.

6B) Cornelia Stolze (frei): Alternative Fakten in der Wissenschaft: Wie Forscher und Mediziner die Öffentlichkeit in die Irre führen, um mit unseren Ängsten und Hoffnungen Geschäfte zu machen.

6C) Isa Lange (Uni Hildesheim): Nachrichten – ganz langsam: Wie können wir den Nachrichtenbildern mehr Zeit geben?

6D) Jochen Förster, Marin Majica (C3): Kundenmagazine mit Kante und Klasse – wie geht das?

6E) Roland Schulz (SZ-Magazin): Über das Sterben schreiben.

 

12:00 – 13:00 Uhr
WORKSHOPS 7

7A) Alexandra Brosowski (frei): Ich mach mein eigenes Ding! Vom Journalisten zum Medienunternehmer.

7B) Maren Urner, Han Langeslag (perspective daily): Warum Fakten nicht ausreichen, um Bullshit aus der Welt zu schaffen.

7C) Anton Hunger (Ex Porsche-Sprecher): Wie Pressesprecher Themen einen Spin geben – und wie Journalisten das erkennen.

7D) Heike Faller (Die Zeit): Quietsch – Hilfe meine Geschichte hat den falschen Ton! Hilfe, ich finde keinen eigenen Stil! Und jetzt? (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer, geht bis 14 Uhr)



Mehr über den Dozenten und seinen Workshop erfahrt ihr, wenn ihr das Foto anklickt

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