Reporter-Workshop 2017
Journalismus in Zeiten der Trumps
ausgebucht

Hüseyin Topel

Hüseyin Topel

 

WORKSHOP 1A
Freitag, 10:15 – 11:45
Als Journalist in Erdogans Türkei
Zusammen mit Özlem Topcu, Cigdem Akyol, Maximilian Popp, Deniz Yücel (angefragt)
Moderation: Hatice Akyün

 

„Ich spreche über die paradoxe Rolle von Religion in der Politik der AKP und im Alltag der Türken in Deutschland und darüber, inwiefern sich das auf den Journalismus auswirkt. Ich werde außerdem erzählen, dass es mittlerweile viel mehr ein moralisches Problem ist, als eine Bildungsschwäche der türkischen Community, wenn sie hinter Erdogan stehen.“

 

VITA
Hüseyin Topel. Gebürtiger Kölner, aufgewachsen in Chorweiler, lebt seit 2000 in Solingen, da sein Vater dort eine Apotheke übernommen hat. Seine Eltern kommen aus der Stadt Kirsehir in der Türkei, 2 Stunden östlich von Ankara. Er ist verheiratet und hat ein Kind. In Solingen hat er auf dem Schwertstraße Gymnasium Abitur gemacht und auf der Heinrich Heine Universität Düsseldorf Medienkulturwissenschaften studiert. Er ist seit 2012 Mitglied der NRW Landespressekonferenz und berichtete 2 Jahre lang aus dem NRW Landtag  über die Landespolitik für die ehemalige türkische Tageszeitung ZAMAN. 2014 ist er wegen der existentiellen Krise der Zeitung ausgestiegen und als freier Journalist tätig geworden. Zunächst hat er als Freelancer für das Turkish Desk von Euronews gearbeitet, danach hat er ein Praktikum in der Innenpolitik der WELT in Berlin absolviert. Seit Oktober 2015 produziert Topel als Autor Hörfunk-Beiträge in der Redaktion Religion und Gesellschaft des DEUTSCHLANDFUNK, sowie politische Beiträge im DEUTSCHLANDFUNK Hintergrund und DLF-Magazin. Seit 2016 arbeitet er auf freier Basis auch für das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv! Ruhr, sowie für politische TV-Magazine wie ZDF Frontal 21, ARD Monitor und auch für das ZDF Heute Journal und die ARD Tagesschau.

Im August 2016 wurde er wegen seiner öffentlichen Aussage: „Repräsentanten der UETD sprechen sich für die Todesstrafe aus“ vom Erdogan-nahen Verein UETD verklagt. Vor Gericht konnte Topel seine Tatsachenbehauptung glaubhaft machen und gewann den Prozess.

Seine Schwerpunkte sind die Türkische Community in Europa, Integration, Einfluss türkischer Politik und Ideologien, Islam und Religionspolitik.

Programm

Auf dem Reporter-Workshop kommen jedes Jahr 300 Journalisten zusammen, um über ihr Handwerk, ihre Branche, ihre Zukunft zu diskutieren

Freitag/Samstag, 19./20. Mai 2017, Spiegel-Verlag, Ericusspitze 1, Hamburg

 

FREITAG

8:30 Uhr
Check-In

9:30 Uhr
Begrüßung
(Cordt Schnibben, Klaus Brinkbäumer, Ariel Hauptmeier)

9:45 Uhr
Elisabeth Wehling (University of California): Die Herausforderung durch den Populismus.

 

10:15 – 11:45 Uhr
WORKSHOPS 1

1A) Özlem Topcu (Die Zeit), Hüseyin Topel (frei), Cigdem Akyol (APA), Maximilian Popp (Der Spiegel), Deniz Yücel (Die Welt, angefragt): Als Journalist in Erdogans Türkei.
Moderation: Hatice Akyün

1B) Andre Wolf (Mimikama), Moritz Tschermak (Bildblog), Verena Stöckigt (ARD-faktenfinder): Wie man Fake-News erkennt.
Moderation: Daniel Drepper

1C) Jana Simon (Die Zeit), Melanie Amann (Der Spiegel), Raphael Thelen (Zeitenspiegel): Über die AfD berichten.
Moderation: Markus Grill

1D) Michael Ebert (SZ-Magazin): Wie freie Autoren ihre Geschichten bestmöglich anbieten, schützen, abliefern – und wie sie es hinkriegen, dafür ordentlich bezahlt zu werden.

1E) Mareike Nieberding (Projekt „Demo“), Nataly Bleuel (Projekt „Demokratie in Bewegung“): Schreiben, reicht das? Wenn Journalistinnen zu Aktivistinnen werden.

1F) Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung): Bitte bleiben Sie dran! Wie man seinen Leser durch den Text lockt.
(Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)

 

12:15 – 13:45 Uhr
WORKSHOPS 2

2A) Malte Daniljuk (RT Deutsch), Christian Trippe (Deutsche Welle), Steffen Dobbert (Zeit Online): Wie arbeitet Russia Today in Deutschland?

2B) Cordt Schnibben (Der Spiegel): Die Kunst des Interviews – 101 Fragen an Moritz von Uslar.

2C) Paula Lambert (frei): Über Sex schreiben.

2D) Marcel Rosenbach (Der Spiegel), Tobias Nehren (SPD), Julius van de Laar (Kampagnen- und Strategieberater): Digitaler Wahlkampf in Deutschland und den USA.

2E) Anette Dowideit (Die Welt), Lena Kampf (WDR): Bei Informanten Vertrauen aufbauen, sie schützen – und ihnen auf den Zahn fühlen.

2F) Roland Schulz (SZ-Magazin): Anfang und Ende einer Reportage (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer).

 

ab 13:45: Mittagessen


15:00 – 16:30 Uhr

WORKSHOPS 3

3A) Elisabeth Wehling (University of California): Wie man als Journalist mit der Rhetorik der Trumps umgehen sollte.

3B) Katrin Langhans (Süddeutsche Zeitung), Eva Achinger (Bayerischer Rundfunk): Investigative Recherche – keine Angst vor Daten und Behörden.

3C ) Hannah Lühmann (Die Welt), Tobias Rapp (Der Spiegel): Götz Kubitschek –  zwei Texte über einen Rechtspopulisten.

3D) Nicola Meier (Die Zeit), Eva Wolfangel (frei): Wissenschaft spannend erzählen.

3E) Marcel Mettelsiefen (frei): Wie man sich einer Flüchtlingsfamilie nähert und dabei einen Film macht, der für den Oscar nominiert wird.

3F) Lina Timm (Media Lab Bayern): Monetarisierung – nicht mein Problem? Oh doch! Was der Journalismus von Startups lernen kann.

3G) Annabelle Seubert (taz): Wie wird eine Reportage schön? (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer)

 

17:00 – 18:30 Uhr
WORKSHOPS 4

4A) Sophia A. McClennen (School of International Affairs): Warum Satire effektiver gegen Populismus ist als Journalismus.

4B) Ullrich Fichtner (Der Spiegel): Schreiben heißt Entscheiden. Zehn Fragen, die jeder Reporter vor und während der Textarbeit beantworten sollte.

4C) Mark Lee Hunter (Story-Based Inquiry Associates), Maria Besiou (Kuhne Logistics University): Power is everywhere – how stakeholder media build the future of watchdog news.

4D) Mai Thi Nguyen-Kim (Funk), Nike Laurenz, Katharina Hölter (bento) – Erzählen für die Millenials.

4E) Lara Fritzsche (SZ-Magazin): Der Reportage-Essay. Wie man Reportagen hintergründiger und Essays anschaulicher macht.

4F) Susanne Amann (Der Spiegel), Astrid Maier (Wirtschaftswoche): Was Chefs machen müssen, damit Frauen führen wollen.

4G) Julia Leeb (frei): Als Journalistin in Krisengebieten recherchieren.

 

18:30 Uhr – 20 Uhr:
Abendessen

Ab 20:30
Reporter-Party in der Oberhafenkantine  

 

SAMSTAG

9:30
Check-In

10:00 – 11:00
WORKSHOPS 5

5A) Marco di Filippo (CSE): Live Hacking. Max Schmitt – denn er weiß nicht, was er tut! Zeigen, wie einfach man heutzutage an vertrauliche bzw. private Daten kommt (läuft durch bis 13 Uhr).

5B) Guido Mingels (Der Spiegel, „Früher war alles schlechter“) : Warum der Journalismus an einer realistischen Darstellung der Wirklichkeit scheitert.

5C) Christian Schwägerl, Tanja Krämer (RiffReporter): RiffReporter: Eine neue Form freien Arbeitens.

5D) Wiebke Harms (F-Mag), Angela Kesselring (Plan W): Wie entwickelt man heute ein Magazin für Frauen? Eine Frage, zwei Antworten: F-MAG und PLAN W.

5E) Hannes Grassegger (Das Magazin): Big Picture statt Big Data – Wie man die Digitalisierung spannend erzählen kann.

 

11:00 – 12:00
WORKSHOPS 6

6A) Constantin Seibt, Christof Moser, Clara Vuillemin (Project Republik): Wie Project R / Republik arbeitet und arbeiten wird.

6B) Cornelia Stolze (frei): Alternative Fakten in der Wissenschaft: Wie Forscher und Mediziner die Öffentlichkeit in die Irre führen, um mit unseren Ängsten und Hoffnungen Geschäfte zu machen.

6C) Isa Lange (Uni Hildesheim): Nachrichten – ganz langsam: Wie können wir den Nachrichtenbildern mehr Zeit geben?

6D) Jochen Förster, Marin Majica (C3): Kundenmagazine mit Kante und Klasse – wie geht das?

6E) Roland Schulz (SZ-Magazin): Über das Sterben schreiben.

 

12:00 – 13:00 Uhr
WORKSHOPS 7

7A) Alexandra Brosowski (frei): Ich mach mein eigenes Ding! Vom Journalisten zum Medienunternehmer.

7B) Maren Urner, Han Langeslag (perspective daily): Warum Fakten nicht ausreichen, um Bullshit aus der Welt zu schaffen.

7C) Anton Hunger (Ex Porsche-Sprecher): Wie Pressesprecher Themen einen Spin geben – und wie Journalisten das erkennen.

7D) Heike Faller (Die Zeit): Quietsch – Hilfe meine Geschichte hat den falschen Ton! Hilfe, ich finde keinen eigenen Stil! Und jetzt? (Textworkshop mit Texten der Teilnehmer, geht bis 14 Uhr)



Mehr über den Dozenten und seinen Workshop erfahrt ihr, wenn ihr das Foto anklickt

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