Reporter-Workshop 2013
wie sich der Journalismus verändern muss
ausgebucht


Uwe H. Martin

Uwe H. Martin, Dozent beim Reporter-Forum 2013

 

WORKSHOP
Neues Erzählen – wie man Stoffe multimedial umsetzt
Geo, Spiegel, Stern – fast alle Magazine entwickeln Ausgaben für iPad, Web&Co. Ihre Leser erwarten dort mehr als PDF-Versionen des gedruckten Magazins. So wächst die Nachfrage nach multimedialen Inhalten bei Verlagen, aber auch Unternehmen und Organisationen rasant. Reporter müssen heute die multimediale Aufbereitung ihrer Geschichten mitdenken.
Multimedia Storytelling, was ist das eigentlich? Bei welchen Themen bietet sich das Format an, das an der Schnittstelle zwischen Fotografie, Radio, Text, Grafik und Dokumentarfilm spielt? Wie aufwändig ist das ganze? Und wann sollte man es lieber bleiben lassen? Uwe H. Martin gibt in seinem Workshop Einblick in seine Arbeit und Tips für die Planung und Umsetzung multimedialer Reportagen für Web und App.

 

VITA
Uwe H. Martin ist freier Fotograf und Multimediaproduzent beim Bombay Flying Club. Er arbeitet an seinen eigenen Langzeitdokumentationen über ökonomische, ökologische und medizinische Themen. Seit 2007 realisiert Uwe H. Martin eine multimediale Reportage über die sozialen und ökologischen Auswirkungen der globalen Baumwollproduktion. 2011 wurde der erste Teil dieser Serie Texas Blues mit dem Deutschen Reporterpreis als beste Webreportage ausgezeichnet. In ihrem neuen Projekt „Landrausch“ untersuchen Uwe H. Martin und seine Partnerin Frauke Huber im Rahmen des internationalen Kunst- und Forschungsprojekts World Of Matter die Folgen internationaler Agrar- und Landinvestitionen. 2010 haben sie in Mombasa, Kenia, das Hilfsprojekt Aggreys Traum ins Leben gerufen, das eine Slumschule unterstützt. Neben seiner fotografischen Praxis unterrichtet Uwe H. Martin Multimedia-Storytelling an der Akademie für Publizistik, der Fachhochschule Bielefeld, der Kunsthochschule Bremen, der Journalistenausbildung der Konrad-Adenauer-Stiftung und den Freelens Workshop “Multimedia Produktion für Fotojournalisten”.
(https://vimeo.com/channels/multimediaworkshop)

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Mehr über den Dozenten und seinen Workshop erfahrt ihr, wenn ihr das Foto anklickt
 

Mehr über den Dozenten und seinen Workshop erfahrt ihr, wenn ihr das Foto anklickt
Programm

Auf dem Reporter-Workshop kommen jedes Jahr 300 Journalisten zusammen, um über ihr Handwerk, ihre Branche, ihre Zukunft zu diskutieren

Montag, 13. Mai 2013, Spiegel-Verlag, Ericusspitze 1, Hamburg

9.00
Check-In

9.45
Begrüßung

10.00
Wie sich der Journalismus verändern muss – sieben schnelle Antworten

CHRISTOPH AMEND, Zeit-Magazin: Mehr Drama!

NIKOLAUS FÖRSTER, Impulse: Zeit der Zyniker und Analphabeten: Wie sich Journalisten todsicher zugrunde richten

CHARLES HOMANS, The Atavist: The Power of Sharing

TIMM KLOTZEK, SZ-Magazin: Lob der Arbeitsteilung – warum Journalisten keine Teilzeit-Verleger sind

INES POHL, taz: Mehr Lidschatten in die Chefetagen: Weil die Welt bunter ist als graue Anzüge

CONSTANTIN SEIBT, Tagesanzeiger, Blog Deadline: Welches sind die blinden Flecken des Journalismus?

 

10.45
WORKSHOPS 1

1A) CORDT SCHNIBBEN, Spiegel: Wer sind wir in zehn Jahren, und wenn ja, wie viele – wie uns die Verhältnisse zwingen, bessere Journalisten zu werden

1B) ANDRES VEIEL, Filmemacher, “Black Box BRD”: “Unmögliche” Stoffe recherchieren – und dramaturgisch geschickt erzählen

1C) PATRICK BAUER, Neon: Wie man Themen einen interessanten Spin gibt

1D) STEFAN WILLEKE, Spiegel: Textworkshop – mit Reportagen der Teilnehmer
Die Texte, über die Stefan Willeke in seinem Workshop spricht, kann man hier downloaden.

1E) CHARLES HOMANS, The Atavist, JENS RADÜ, Spiegel: Neues Erzählen – wie The Atavist arbeitet

 

12.30
WORKSHOPS 2

2A) CONSTANTIN SEIBT, Tagesanzeiger, Blog Deadline: Machen wir es anders! Wie man durch den Bruch von Branchenregeln zu klügeren Artikeln, steileren Karrieren und markttauglicheren Zeitungen kommt
Constantin Seibt empfiehlt: “Ein Portrait des längst verstorbenen Werbers Howard Luck Gossage, der mir mehr über Journalismus beibrachte als alle Journalismus-Professoren zusammen.” Hier kann man es downloaden

2B) LU YEN ROLOFF / DANIEL DREPPER / KAI SCHÄCHTELE / HARALD WILLENBROCK: Professionell frei arbeiten

2C) FLORIAN HANIG, Geo: Storytelling für Journalisten – was Reporter von Drehbuchschreibern lernen können
Die Texte, über die Florian Hanig in seinem Workshop spricht, kann man hier downloaden.

2D) NORA BERNING, Narratologin, Justus-Liebig-Universität Gießen: Das eigene Schreiben verstehen – und verbessern

2E) XAQUIN GONZALEZ, New York Times / JENS RADÜ, Spiegel: Neues Erzählen – wie “Snowfall” entstand

 

14.00
Mittagessen

 

15.15
WORKSHOPS 3

3A) LAURA HIMMELREICH, stern / ANNETT MEIRITZ, Spiegel Online /  DIRK KURBJUWEIT, Spiegel / ELISABETH NIEJAHR, Die Zeit (Moderation): (Un-)Geschützte Räume – wie sich die Grenzen von Privatheit und Öffentlichkeit verschieben und was das für uns Journalisten bedeutet

3B) WOLFGANG BAUER, Die Zeit / MARCEL METTELSIEFEN, Fotograf: Regarding the pain of others – aus Krisengebieten berichten

3C) ARIEL HAUPTMEIER, Geo: Erste Hilfe für Prokrastinierer

3D) STEPHAN LEBERT, Die Zeit: Wider die narrative Naivität – wie investigativ Reporter sein müssen

3E) UWE H. MARTIN, Bombay Flying Club: Neues Erzählen – wie man Stoffe multimedial umsetzt

3F) JOCHEN ARNTZ, Süddeutsche Zeitung, Seite Drei: Textworkshop – mit Reportagen der Teilnehmer
Die Texte, über die Jochen Arntz in seinem Workshop spricht, kann man hier downloaden.

 

 17.00
WORKSHOPS 4

 

 4A) JAKOB AUGSTEIN, Der Freitag / THIERRY CHERVEL, Perlentaucher / ULLRICH FICHTNER, Spiegel (Moderation): Was Print von Online lernen muss

4B) ALEX RÜHLE, Süddeutsche Zeitung: Der Road-Essay, die Gedanken-Reportage
Die Texte, über die Alex Rühle in seinem Workshop spricht, kann man hier downloaden

  • 4C) SAHRA WAGENKNECHT, Die Linke / ULRIKE DREMMER, Focus (Moderation): Was mich an Journalisten stört

    4D) SASCHA LOBO, Autor: Der Journalist als Marke – warum es sich lohnt, als Person ins Internet reinzuschreiben

    4E) HENNING SUßEBACH, Die Zeit: Textworkshop – mit Reportagen der Teilnehmer
    Die Texte, über die Henning Sußebach in seinem Workshop spricht, kann man hier downloaden.

    18.30
    18 schnelle Antworten à 100 Sekunden: Was mich am Journalismus nervt

    19.00
    Abendessen

    20.30
    Umtrunk in der Oberhafenkantine