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Blog zum Reporterpreis 2019

 

gepostet von Ariel Hauptmeier, 20.09.2019

 

Am Mittwoch haben wir uns zur Jahreshauptversammlung in Berlin getroffen. Ein herzlicher, inspirierender Abend. Kollegen vom Spiegel waren da und erheiterten die Runde mit weiteren Relotius-Anekdoten. Etwa, wenn er zu einem ins Büro kam, einen Einstieg herzeigte und fragte: "Das klingt doch wie ausgedacht, oder?" Wir haben einen neuen Vorstand gewählt, und wir haben über den Reporterpreis diskutiert. Erstens: Wie geht das technisch, das Überprüfen der Geschichten? Antwort: Wir lernen unterwegs. Wir holen erfahrene Dokumentare an Bord - und werden sehen, wie aufwändig der Prozess ist. Nächstes Jahr wissen wir mehr. Zweite Frage: Ab welchem Grad von Ungenauigkeit wird ein Text als "gefälscht" gebrandmarkt? Die Antwort: Die Dokumentare legen größere Ungereimtheiten der Jury vor, sie hat das letzte Wort. Dritte Frage: Ist das Tipi am Kanzleramt der richtige Ort für den Reporterpreis? Brauchen wir eine "coolere" Location? Die Antwort: uneins. Auch wir fragen uns: Wie festlich muss ein Rahmen sein? Ab wann wird aus festlich pompös? Es soll eine Ehre sein, diesen Preis zu gewinnen - wann kippt es in Selbstbeweihräucherung? Fragen, über die wir weiter nachdenken. 2019 sind wir auf jeden Fall noch einmal im Tipi - und freuen uns sehr darauf. Gerade, nachdem wir das Buch von Juan Moreno gelesen haben. Eine der Erzählachsen darin: der Reporterpreis vom vergangenen Jahr. Tipi am Kanzleramt, 3. Dezember 2018. Ja, wahrhaftig: ein dramatischer Augenblick. 

 

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Gepostet von Ariel Hauptmeier, 05.09.19 · 4 Min · 


#Reporterpreis 2019 - gestern, am ersten Tag der Ausschreibung, viele Rückfragen. Eine: Können in der Kategorie "Multimedia" auch Podcasts nominiert werden? - Ja, können Sie, wir haben die Ausschreibung präzisiert. 


Mehrere Mails betreffen die neue Regel, das man pro Kategorie den Preis nur einmal gewinnen kann. Das stößt auf Kritik. 


Eine Kollegin schreibt: "Es gibt nur wenige Geschichten im Jahr, bei denen die Peer Group nicht heimlich mit den Augen rollt (weil eitel, auf Preis geschrieben, l'art pour l'art). Und die gilt es zu finden. Ich finde auch, Preise sind auch dazu da, Stars zu kreiieren. Wenn es diese gibt dann wollen jüngere Leute den Preis." 


Ein Kollege schreibt: "Die Änderungen, die Ihr beim Reporterpreis vornehmt, kommen sehr spät, aber ich finde es gut, dass Ihr nun versucht, ein paar Lehren zu ziehen. Ob's die richtigen sind, weiß ich nicht. Dass man den Preis künftig nur einmal gewinnen kann halte ich für einen Fehler, weil der (deutsche) Markt der guten Schreiber nicht groß genug ist, um jedes Jahr neue Talente zu entdecken. Da werdet Ihr Qualitätsprobleme bekommen." 


Darf ich das mal in die Runde geben? Hilft die Regel, den #Reporterpreis für neue Stimmen zu öffnen? Oder engt sie ihn ein? Brauchen wir Stars? Gibt es pro Jahr nur wenige Texte, die eine solche Auszeichnung verdienen? 

 

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Termine 2019

 


4. September - 1. Oktober 2019 

Bewerbung für den Deutschen Reporterpreis 2019


2. Dezember 2019

Verleihung des Deutschen Reporterpreises, Berlin




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