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28.07.17

Christoph Reuter

„Nur im Bleiben erschließt sich diese Stadt, dieses irrwitzige Land“, schrieb stern-Reporter Christoph Reuter, 42, Anfang 2010 für das Schweizer Magazin DU: „Auf den wohltemperierten Abendgesellschaften der ausländischen Illusionisten, die freimütig vom Desaster all der Aufbaubemühungen erzählen, die sie tagsüber und offiziell stets leugnen. In langen Abenden mit Afghanen, die von den grandiosen Geschäften mit dem Krieg erzählen, der nach offizieller Lesart gewonnen werden soll, woran aber kaum einer der Mächtigen wirkliches Interesse hat.“ Seit 2008 arbeitet Reuter als einziger deutscher Korrespondent in Afghanistan – für den stern, aber auch an Rechercheprojekten wie dem Buch „Kunduz, 4. September 2009“, das dokumentiert, wer wirklich beim Bombardement zweier von Taliban entführter Tanklaster umkam. Reuter, der für den stern auch schon ein Büro in Bagdad 2003 aufbaute und 2004 wieder schloss, arbeitet seit 2002 für das Hamburger Magazin, schrieb seit 1996 vor allem für Geo und die Zeit, hat ab 1990 mehrere neue Tageszeitungen in Chemnitz, Dresden und Berlin mit aufgebaut. Er volontierte an der Henri Nannen-Schule in Hamburg studierte Islamwissenschaft in Deutschland und Syrien, hat ein paar Preise gewonnen und mehrere Bücher über den Nahen Osten geschrieben, von denen das bekannteste („Mein Leben ist eine Waffe“, über Selbstmordattentäter) in acht Sprachen übersetzt wurde. Nebenher bildet er Journalisten aus und versucht gerade, mit den Holzschnitzern in einem ostafghanischen Tal eine Möbelbauwerkstatt aufzubauen.

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