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Das neue Magazin "Reportagen" |
Das ist mutig: In einer Zeit des Sparzwangs, exekutiert nicht zuletzt an Autoren und Textlängen, bringt der Schweizer Daniel Puntas Bernet „Reportagen“ heraus - ein in Leinen gefasstes, Bilder-freies, 15 Euro teures Reportagemagazin. In dem einige unerhört gute Texte zu finden sind – zuvorderst eine Reportage von Erwin Koch über ein leukämiekrankes Mädchen. Hier erzählt Puntas Bernet, wie es zu „Reportagen“ kam, warum er fest an dessen wirtschaftlichen Erfolg glaubt und was zeitgemäßes Erzählen ist. mehr... |
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Autoren-Interview |
Mit 28 in den Krieg: Als im Osten Libyens die Revolution begann, ist Jonathan Stock hingefahren. Einfach so, auf eigene Faust – und wurde über Nacht zum Kriegsreporter. Wurde von Spiegel Online angestellt - und einige Wochen später wieder gefeuert, als er eigenmächtig in den umkämpften Norden Syriens reiste. Hier erzählt er von der Achterbahnfahrt der vergangenen Monate, vom Sog des Verbotenen und der befreienden Kraft einer Kündigung, von der Angst im Kugelhagel und den Schwanzvergleichen unter Kriegsreportern, von der Intensität des Lebens in einer belagerten Stadt und der Leichtigkeit des Schreibens über den Krieg. mehr... |
Rubrik: Autoren-Interview |
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Michael Ohnewald, 45, ist leitender Redakteur für Reportagen bei der Stuttgarter Zeitung. |
Im Jahr 2002 betrat Michael Ohnewald journalistisches Neuland und startete mit Kollegen bei der Stuttgarter Zeitung eine tägliche regionale Reportageseite. Anfangs war das Experiment in der Redaktion heftig umstritten. Dann brachte eine Reportage über eine renitente Flughafengegnerin den Theodor-Wolff-Preis – und aus dem Versuchslabor wurde das Aushängeschild der Zeitung. Bis heute wurde die Regionalreportage-Seite mit knapp dreißig Preisen bedacht. Ohnewald steuert für die Seite jedes Jahr rund fünfzig Reportagen bei und recherchiert dafür auch mal in Schanghai oder Florida. Über drei Geschichten, die das Wesen der Lokalreportage besonders deutlich machen, spricht er im Reporterforum-Interview. mehr... |
Rubrik: Autoren-Interview |
Sabine Rückerts Reportagen berühren. Klingen nach. Bleiben im Gedächtnis. Die Frau, die ihren prügelnden Ehemann ermorden lässt; der Junge, der mit einem Messer Amok läuft – für beide Geschichten gewann Rückert den Kisch-Preis. Hier spricht die "Zeit"-Autorin über die Entstehung der beiden Texte, über Herzenswärme und jugendlichen Furor, erste und letzte Sätze - und die Gemeinsamkeiten von „Bild“ und „taz“. mehr... |
"Ich war damals noch nicht lässig" |
Es war ein Senkrechtstart: 1984, mit seiner zweiten großen Reportage überhaupt, gewann Peter-Matthias Gaede den Egon Erwin Kisch-Preis. Sie hieß "Die Startmaschine" und schilderte, schillernd wie ein Kaleidoskop, die verborgenen Facetten des Frankfurter Flughafens. Warum er den Text heute prätentiös findet, warum er dem Ruf zu "Geo" damals beinahe nicht gefolgt wäre, und warum selbst im "Guantánamo eines Wolf Schneider" aus mittelmäßigen keine sehr guten Reporter werden - darüber spricht der "Geo"-Chefredakteur im Interview. mehr... |
"Alles, was ich wollte, war eine gute Geschichte" |
Im Jahr 1979 hat Stefan Klein, Chefkorrespondent der "Süddeutschen Zeitung", einen Tag lang in einem Bochumer Schlachthof recherchiert - und gewann für seine Reportage den Egon Erwin Kisch-Preis. Ein Gespräch über die Entstehung der Geschichte, über Reporter-Instinkte und die "gut funktionierenden Preisverteilungsseilschaften von ZEIT und SPIEGEL". mehr... |
"Wir Journalisten sind zynisch" |
Christoph Scheuring hat viele legendäre Reportagen geschrieben. Doch dann verschwand er. Verstummte - scheinbar. Heute besitzt er in Hamburg eine kleine Agentur für Kundenzeitschriften. Ein Gespräch über Sprachmelodie und Zynismus, über Wolf Schneider und Dieter Thomas Heck, die Last des Perfektionismus und die Merkwürdigkeiten einer Kisch-Preis-Jurysitzung. mehr... |
Der Mut zum ganz großen Projekt |
Michael Obert war freier Journalist in Freiburg. Und dann machte er etwas Unerhörtes: Er schipperte sieben Monate lang den Niger herunter und schrieb zwei Jahre lang darüber ein Buch. Verschuldete sich. Wohnte sich bei Freunden durch. Veröffentlichte "Regenzauber" - und wurde darüber zu einem gefragten Autor. mehr... |
Rubrik: Autoren-Interview |
Auf seinen Reisen trifft Andreas Altmann die gesellschaftlichen Außenseiter: Drogendealer, Prostituierte und Arme. Christian Unger sprach mit dem Reporter über seine Recherchemethoden und erfuhr, warum Altmann die Detailsucht mancher Autoren verachtet und weshalb er sich als Reporter manchmal prostituieren muss. mehr... |
Peter Sartorius: Blinde Kuh unterm Nordkap |
Drei Wochen lang begleitete Peter Sartorius Hochseefischer im Nordatlantik. Für seine Reportage "Blinde Kuh unterm Nordkap" erhielt er 1977 den ersten Kisch-Preis. Mit dem Reporter-Forum sprach er über seine Abenteuerlust, über die gelungene Dramaturgie einer Reportage und den ewigen Kampf mit der Schreibmaschine. mehr... |
Rolf Kunkel: Tod am vierten Hindernis |
"Als Reporter müssen Sie hundertprozentig ins Geschehen gehen“, sagt der Journalist Rolf Kunkel. Für eine seiner letzten Sportreportagen, "Tod am vierten Hindernis“ über ein brutales Pferderennen im tschechischen Pardubitz, wurde er 1980 mit dem Kisch-Preis ausgezeichnet. Im Interview mit Annika Giese und Jana Kühle spricht er über das "Schlachtfest“ in Pardubitz und das veränderte Berufsbild des Reporters - und erklärt den Zusammenhang zwischen einer guten Verdauung und einer gelungenen Geschichte. mehr... |
Helge Timmerberg: Du musst dich packen lassen |
In seinen Reportagen schreibt er über schöne Frauen, Reisen, Drogen - und immer auch über sich selbst. Helge Timmerberg ist einer der wichtigsten Autoren des New Journalism in Deutschland. Im Gespräch mit Timo Nowack erzählt er, warum er Tom Kummer früher als einzigen Konkurrenten empfunden hat, wodurch sich ein guter Ich-Erzähler auszeichnet und was ein Reporter macht, wenn er alt wird. mehr... |
Niemals frühstücken: Alexander Masters im Interview |
Alexander Masters, studierter Physiker, hat ein brillantes, präzises, lakonisches, trauriges und witziges Buch geschrieben - über ein auf den ersten Blick sehr gewöhnliches Thema: einen vorbestraften, drogensüchtigen Obdachlosen. Maria Kufeld hat für das Reporter-Forum mit dem Autor gesprochen - wir begleiten ihr Interview mit einem Auszug aus Masters' Buch. mehr... |
Wie arbeiten exzellente Reporter? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Gespräche mit preisgekrönten Autoren, die wir auf dieser Seite versammeln.