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19.10.17

 „Kommentare zum Workshop 2011

Beim Reporterforum kann man den interessantesten und einflussreichsten Reportern zusehen, wie sie über ihre juengsten Texte nachdenken, und warum sie ihren eigenen Weg so gehen muessen, wie sie ihn gehen...Das ist grossartig!
Gleichzeitig entwickelt man bei der Lektuere eine genaue Vorstellung von den grossen Themen des vergangenen Jahres. Fuer mich sind diese zwei Tage immer eine wichtige Quelle des Verstehens und der Inspiration.

Eva Corino

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Es war wieder eine sehr schöne Veranstaltung mit ausreichend Luft, um zwischen den Seminaren auch mit Kollegen zu sprechen. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Dozenten eingeladen werden, die nicht von SPIEGEL-ZEIT-GEO sind - sondern von der SZ, von der FAZ, von Neon. Vielleicht ist das aber auch eine Kostenfrage, eine Anreise innerhalb Hamburgs ist natürlich günstiger als eine aus München oder Frankfurt.
Ganz besonderen Dank an Herrn Thiele für die fantastische Organisation.

Cornelius Pollmer

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Der Workshop war sehr, sehr motivierend, hat meine Erwartungen weit übertroffen. Herzlichen Dank für die Organisation, ich komme nächstes Jahr gerne wieder.

Wiebke Schönherr

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Was ich für die Zukunft - auch im Sinne der Augenhöhe - noch schön fände, wären nicht nur Seminare mit einem oder zwei Vortragenden, wobei die anderen Teilnehmer nur Fragen stellen; stattdessen zumindest einige Seminare, die wirklich als Workshop konzipiert sind, d.h. vielleicht ein kurzes Impulsreferat und dann diskutieren alle miteinander das Thema (vielleicht braucht es dazu eine kleinere Runde, daher sicher nur für einige Seminare möglich) Denn sicher hat unter den Teilnehmern auch der eine oder andere etwas Interessantes zum Thema beizusteuern. Ich habe jedoch den Eindruck, wenn die Teilnehmer sich auf Vortrag mit Fragen einstellen, geht das unter, weil alle immer wieder fragend auf den schauen, der vorn sitzt.
Für die Zukunft fände ich es außerdem schön, die Seminare und Workshops auch auf Hörfunk und Fernsehen auszuweiten, falls das die Möglichkeiten des Vereins erlauben. Ebenso wie bei den Audioslideshows gibt es bei Reportagen für Radio und TV ja nochmal andere Dinge zu beachten als im Print.

Nicole Graaf

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Insgesamt habe ich interessante Vorträge, zum Teil sehr anregende Diskussionen erlebt. Wenn ein Ansatz des Workshops war, mit Lust an den Schreibtisch zurückzukehren, dann war es wieder ein gelungenes Wochenende. Vielen Dank den Akteuren.
Schade war, dass das Thema Nannen-Preis zwar immer wieder angerissen, aber nicht wirklich ausdiskutiert worden ist. Aber vielleicht war wirklich schon alles dazu gesagt. Nur eben nicht von allen. Aber wenn man schon mal beim SPIEGEL ist...

Jens Voitel

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Erst einmal vielen Dank und großes Kompliment für das interessante, spannende 5. Workshop-Wochenende! Ich war zum 5. Mal dabei - und habe immer noch für mich neue und interessante Ideen, Tipps und Fragestellungen gefunden. Chapeau!
Ich möchte allerdings auch etwas anderes loswerden:  In den letzten Jahren beobachte ich mehr und mehr ein Phänomen in den Workshops, das mich manchmal eher an ein "Retro-porter"-Forum denken lässt. Große Reporter erzählen von den großen Reportagen, die sie unter großartigen Bedingungen in ihren großen Redaktionen schreiben können. Gestandene Reporter sind das, und sie erzählen auch gerne davon, wie viel noch toller alles früher einmal war, als es noch kein Internet gab und keine Printmedien-Krise. Und dann sitzen da im Publikum junge Reporterinnen und Reporter, in deren Augen ich immer wieder die Frage lese: "Ja, toll. Und ich? Was wird aus mir?"
Sie haben mit dem Einbinden der neuen Form der Web-Reportage einen wegweisenden Schritt getan. Aber das ist nur eine Nische, und nicht jeder versteht sich auf die damit verbundene technische Frickelei. Was sind andere Nischen? Außerhalb der klassischen Politik-, Sport-, Gerichts- oder Gesellschaftsreportage? Gibt es Facebook-Reporter? Twitter-Reportagen?
Ich würde mir einen Vortrag wünschen, ein Seminar, einen Workshop - was auch immer -, indem einmal unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie junge Reporter in der heutigen Zeit Fuß fassen können. In welchen unterschiedlichen Medienformen sie durch welche Schreibe ihre Geschichten wie an den Mann bringen können. Vielleicht gibt es dabei nicht einen oder zwei Vortragende sondern fünf oder acht, jede/r aus einer anderen Nische.
Das Pflegen der klassischen Reportage ist eine schöne und wichtige Sache. Aber der klassische Reporter verschwindet immer mehr. Kaum einer der jüngeren erhält wirklich als Reporter eine Festanstellung, und als Freier kann er nie das schreiberische Potenzial eines festangestellten entwickeln. Von den Redaktionen allein gelassen bleibt ihm nur eines: Er muss sich irgendeine Form von Unverwechselbarkeit erarbeiten, eine USP, wie der BWLer sagen würde.
Das wäre ein schöner Titel für meinen Wunsch-Workshop: Der Reporter und sein Alleinstellungsmerkmal Ich bin wahrlich kein Gralshüter der Reporter-Weisheit, aber ich bin zu einer Diskussion über meine Idee jederzeit offen und bereit. Ich bin gespannt auf Ihr Feedback-Feedback!

Jens Clasen
Chefautor Redaktion Men's Health

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Ich war zum ersten Mal dabei und möchte mich heute nochmals bedanken. Ich besuchte verschiedene Textworkshopos und gar keine Themenworkshops, einfach um mehr über das Handwerk zu erfahren. War toll und ich konnte so einiges mitnehmen und einige Leute kennen lernen. Das Lernen besteht dann darin, dass man die Kritik der Fachleute hört und die daraus eintstehenden Diskussionen.
Über eine Sache habe ich mich allerdings gewundert: Im Aufzug äußerten sich nach einem Textworkshop einige Beteiligte negativ. Gerade die Leute, die ihre Texte eingereicht hatten, waren das. Sie waren nicht oder nur wenig feedbackfähig und verteidigten sich ständnig bei Kritik während des Workshops. Daher mein Wunsch an die Beteiligten und zwar an die Teilnehmer: Voraussetzung für ein solches Lernen ist Feedbackfähigkeit. Würde nur gelobt werden, würde eine solche Veranstaltung niemanden etwas bringen.

Margit Winkler

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Ich fand es erstaunlich, dass Leute an den Workshops teilgenommen haben, die sich offenkundig nicht auf die Themen vorbereitet oder nicht richtig zugehoert hatten, aber dennoch meinten sich zu Wort melden zu muessen. Das fuehrte zu "amuesanten" Situationen. Die Qualitaet der Referenten war in den Workshops die ich besucht habe sehr hoch. Ausserdem hat mir der Austausch mit anderen sehr gut gefallen!

Michael G. Schmidt

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Mir hat das Forum Spass gemacht, sehr inspirierend und nett. Manche Teilnehmer waren eher anstregend, aber ich wette, dass würden einige Menschen auch von mir behaupten.
Was mir nicht gefallen hat, war die Location für die "Party". Ich finde, auf einer Party muss Gedränge herrschen, also vielleicht keine klaustrophobische Enge, aber etwas kuscheliger als in der "Schönen Aussicht". Ich finde, wenn sich alles verläuft, dann hat man größere Hemmungen fremde Menschen einfach so anzuquatschen. Und irgendwie ist es ja auch schon eine Networking- Veranstaltung. Nicht falsch verstehen: Ich habe trotzdem allerlei nette Menschen kennengelernt, aber ich habe gaaaanz viele Menschen gesehen, die etwas verloren rumstanden. Für die schönen Frauen, ist der Raum natürlich gut, dann können Sie den alten Charmeuren besser entkommen - aber das sind dann doch die wenigsten (also schöne Frauen meine ich, nicht Charmeure)

Pia (wir sind ja nun alle per du - oder?)

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Danke für das Reporterforum. Was gut war: - Gute Referenten, z.B. Carolin Emcke - schöne Partylocation Was man verbessern kann: - Namensschilder für die Teilnehmer, damit man sich noch besser kennenlernen kann - Mehr Durchmischung der Generationen unter den Teilnehmern. Es waren sehr viele 25- bis 33-jährige da, wo waren die 35- bis 65-jährigen Reporter? Schade...

Jan Keith

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Der Workshop war eine sehr runde Sache. Ich bin froh, dass ich teilgenommen habe, es gab viele konstruktive Vorschläge.

Eva Reik

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erschienen in:
###ARTICLE_PUBLISHER###,
am 21.06.2011

 

Kommentare

Jan Söfjer, 22.06.2011, 14:42 Uhr:

@Jens Clasen: Ich möchte Ihnen widersprechen.

- „Der klassische Reporter verschwindet immer mehr.“ - Das glaube ich überhaupt nicht. Die Begeisterung für den Beruf ist groß.

- "Sie haben mit dem Einbinden der neuen Form der Web-Reportage einen wegweisenden Schritt getan. [...] Was sind andere Nischen? [...] Gibt es Facebook-Reporter? Twitter-Reportagen?" - Neue Formen würde ich nicht überschätzen. Eine Audioslideshow-Reportage kann mal eine nette Sache sein, wird aber nur Beiwerk bleiben. Und eine Facebook- oder Twitter-Reportage ist ein Widerspruch in sich.

- „Kaum einer der jüngeren erhält wirklich als Reporter eine Festanstellung, und als Freier kann er nie das schreiberische Potenzial eines Festangestellten entwickeln.“ - Warum nicht? Sie sprechen von Potenzial, nicht von Vollendung, und Potenzial kann man als junger freier Journalist reichlich entwickeln, aber auch journalistisches Können. Die Zeiten waren schon mal besser, klar, aber wem nichts wichtiger als eine Festanstellung ist, sollte nicht unbedingt Reporter oder überhaupt Journalist werden. Giovanni di Lorenzo sagte mal in einem Interview über die wichtigen Eigenschaften von guten Journalisten: „Wenn ich aus der Türe fliege, komme ich durchs Fenster wieder herein, weil man sich nicht so schnell entmutigen lassen darf. Grundvoraussetzung ist natürlich auch, dass man für die Sache brennt. Deshalb bin ich immer ein bisschen verwundert, wenn Journalistenschüler sagen, dass sie am liebsten Korrespondent der FAZ oder der Süddeutschen wären und dann, weil die Chancen so gering sind, klaglos in den PR-Bereich wechseln.“ (http://www.gluecksreport.de/pdf/Interview_Dilorenzo_seibert.pdf)

Wenn man vom Schreiben nicht leben kann und eine feste Stelle nicht gleich bekommt, braucht man eben einen 50-Prozent-Brotjob, mit dem man sein Schreiben finanzieren kann. Und man braucht natürlich eine sehr solide und gute Aus- und Weiterbildung, daran hängt alles. Eigentlich erzählen Ressortchefs namhafter Blätter gar nicht selten, dass es wenige gute Autoren gebe und sie froh über jeden neuen wären, der gute Ideen habe und gute Texte pünktlich liefere. Selbst Frank Schirrmacher sagte auf dem Forum, man könne ihm gerne eine Mail schreiben, wenn man eine gute Idee für einen Essay etc. habe. Nachwuchs versuchten sie an die FAZ zu binden und Perspektive zu geben. Es hätten sich jedoch zuletzt nur noch 100 Leute für ein Volontariat beworben, statt 600 wie früher.

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