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01.05.17

Julia Encke / Giuseppe di Grazia „Die Hitze, die Flöhe, der Kick - Unter Kriegern

Ein Jahr lang hat Sebastian Junger ein amerikanisches Platoon in Afghanistan begleitet: Sein Buch „War“ erzählt von den Seelen der Soldaten im Krieg - und wie er sie süchtig machte.

Als Sebastian Junger, Reporter der amerikanischen Zeitschrift „Vanity Fair“ und Autor des Weltbestsellers „Der Sturm“, im Juni 2007 mit dem Fotografen Tim Hetherington ins Korengal-Tal nach Afghanistan aufbrach, um den Einsatz eines Platoons der amerikanischen Armee zu begleiten, sagte man ihm, er fahre ans Ende der Welt, in die Hölle, an den gefährlichsten Ort des Planeten.

Jedenfalls war das Korengal-Tal unter den Soldaten als solcher Ort verschrien; ein schmaler Einschnitt im Vorland des Hindukusch, der so etwas wie das Afghanistan von Afghanistan war: zu abgelegen, um erobert werden zu können, zu arm, um sich einschüchtern, zu autonom, um sich kaufen zu lassen.

Es gab Gerüchte, dass der 11. September 2001 zumindest teilweise im Korengal-Tal geplant worden war und dass Usama Bin Ladin und Ayman al Zawahiri auf ihrem Weg nach Pakistan das Gebiet regelmäßig durchquerten. Die Sowjets waren hier nie weiter gekommen als bis zum Eingang des Tals, die Taliban hatten sich gar nicht erst hineingewagt. 2006 hatte es die amerikanische 10. Mountain Division bis zum südlichen Ausgang geschafft, als lokale Milizen und arabische und pakistanische Kämpfer, die ihnen im ansteigenden Gelände überlegen waren, von der anderen Seite der Grenze das Feuer auf sie eröffneten.

(...)

Den vollständigen Text, ein Interview mit Sebastian Junger sowie Ausschnitte aus seinem Buch finden Sie in der rechten Spalte verlinkt.

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Julia Encke


Julia Encke, 39, studierte Literaturwissenschaften in Freiburg, Toulouse und München und promovierte mit einer Arbeit über den Ersten Weltkrieg. Von 2001 bis 2005 war sie Mitarbeiterin im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“. Seit Sommer 2005 gehört sie der Feuilletonredaktion der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ in Berlin an, wo sie auch lebt.

Giuseppe di Grazia


Giuseppe Di Grazia, geboren 1965 in Catania, Sizilien. Studierte Wirtschaft, Politik und Soziologie in Hamburg und Paris. Absolvent der Axel-Springer-Journalistenschule. Begann in der Wirtschaftsredaktion der Welt am Sonntag, danach Sportreporter beim Hamburger Abendblatt. Seit dem Jahr 2000 beim Stern, zunächst als Redakteur und Ressortleiter im Sportressort, seit 2008 als Amerika-Korrespondent in New York. 2010 erhielt er zusammen mit zwei stern-Kollegen den Henri-Nannen-Preis in der Kategorie Dokumentation.
Dokumente
Die Hitze, die Flöhe, der Kick (PDF)
Unter Kriegern (PDF - Interview mit Sebastian Junger im Stern)
War - Ein Jahr unter Kriegern (PDF - Auszug aus dem Buch)
Links
Trailer von "Restrepo" - dem Film zum Buch

erschienen in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung,
am 31.10.2010

 

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