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Alexander Smoltczyk „Das Loch in Mitte

Mit dieser Reportage gewann Alexander Smoltczyk den Egon-erwin-Kisch-Preis 1995

»Quartier Zwonullfünf« – Die größte Baugrube in Deutschlands Hauptstadt und ihr Innenleben: Ein Blick in die Gedärme der künftigen Friedrichstadtpassagen. (...)

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Alexander Smoltczyk


Alexander Smoltczyk, geboren 1958, Studium der Volkswirtschaft, Philosophie und Landwirtschaft. Redakteur und Reporter für die taz (Frankreich-Korrespondent), Geo, Wochenpost und Merian, ab 1996 Reporter beim SPIEGEL. Seit 2005 lebt er als Italien- und Vatikankorrespondent in Rom. Smoltczyk hat mehrer Bücher veröffentlicht und zahlreiche Journalistenpreise erhalten, unter anderem zwei Kisch-Preise und einen Henri-Nannen-Preis. Seit Mai 2007 schreibt Smoltczyk wöchentlich Deutschlands erstes Vatikan-Blog „Uups! – et orbi“.
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Dokumente
Das Loch in Mitte (pdf)

erschienen in:
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am 30.09.1994
Oben, nein: ganz oben, da wo nichts mehr ist außer Krähengetorkel und Luft, gaaaanz oben im Himmel über Berlin sitzt Marco de Canaveses aus Porto und hört Radio. Unter ihm liegen viele Blöcke mit Höfen, eine umgedrehte Grünspan-Schüssel, könnte eine Kirche sein, da hinten das Haus mit den Antennenohren, wo abends »POST«, dann »GIRO« erscheint, da vorn ein Wald, irgendein goldener Engel auf einer Säule; ein Flieger zieht stumm vorbei, viel Dampf, und ab und zu ein Fähnchen, das von Hauptstadt kündet: Berlin. Aber damit verbindet Marco de Canaveses nur ein schwindelerregend dünner, zickzack geschweißter Laufsteg in der Vertikalen: »Strabag 3«, der höchste Baukran von Berlin.

 

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