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Prämierte Texte

Josef Seitz „Die Würde des Menschen wird tastbar

Dieser Text ist für den Reporterpreis 2009 nominiert.

Dieses Hinlegen ist wie ein Kippen aus der Welt, zwei Wimpernschläge schnell. Links ein Gitter hoch. Das Gitter rechts. Schon beginnt dieses neue Leben. Es ist ein Leben im Liegen.

Alles ist zugewiesen. Der Raum, das Bett, die Rückenlage. Sogar das Sichtfeld. Die Zimmerdecke ist weiß. Zwei Leuchtstoffröhren geben Licht. Von draußen ist ein Auto zu hören. Zu sehen ist es nicht, bis zum Fenster lässt sich der Kopf nicht drehen. Die Füße sind festgebunden. Die Hände stecken angezurrt. Der Bauchgurt schließt sich. Der Pfleger verabschiedet sich. "Ich mach meine Runde, in einer Stunde komm ich wieder." Sagt er. Was ist, wenn er nicht kommt? Zwischen den Beinen raschelt die Windel. Das gibt sich schnell. Es ist warm heute, bald klebt sie am Körper fest. An der Decke krabbelt eine Fliege. Der Pfleger hat erzählt, dass er heute noch einen Termin hat, mit seiner Tochter. Die will nicht zum Zahnarzt. Denkt er noch daran, vorher zurückzukommen? Die Fliege ist sehr dick, sehr schwarz. Sie brummt eine Runde durchs Zimmer. Sie soll sich bitte nicht ins Gesicht setzen. Links markiert ein Schild in Grün den Fluchtweg. Der Mann darauf läuft, hinter ihm züngeln Flammen. Was, wenn jetzt Alarm ausgelöst wird? Oben im Haus schlägt eine Tür zu. Es kostet Überwindung, das erste Mal in die Windel zu pinkeln.

Ist das eine Ahnung von Alter, die der Selbstversuch gibt? Der Pfleger ist examiniert, das Heim ist zertifiziert, Bett und Bettgitter sind normiert. Sogar die Windeln sind farblich klassifiziert. Die 5-Punkt-Fixierung, die unfähig macht, auch nur eine Fliege zu verscheuchen, ist ein deutsches Qualitätsprodukt. Das Prinzip ist vollkommen. Nur der Mensch darin fühlt sich als Opfer.

Alter macht, irgendwann, hilflos. In Deutschland leben über 700000 Menschen in Pflegeheimen. Sie ziehen ein in das perfektionierte System der Altenpflege. In vielen Fällen verlieren sie nicht allein die Wohnung. Sie geben Eigenarten auf, die sie ein Leben lang entwickelt haben. Sie verlieren Handlungsspielräume. Im extremen Fall können sie keine Hand mehr heben. Jedes Jahr geben Gerichte mehr als 20000 Menschen zur Fixierung frei. Vergangenes Jahr verurteilte ein Stuttgarter Gericht einen Vormundschaftsrichter zu dreieinhalb Jahren Haft. Er hatte für 47 Bewohner von Pflegeheimen Bauchgurte und Bettgitter genehmigt, nach Aktenlage. Den vorgeschriebenen Besuch vor Ort und die Anhörung im Einzelfall hatte er sich gespart. Der Richter wollte mehr Zeit für die eigene Familie haben. So banal ist Schicksal.

2050 werden 5,5 Millionen Menschen in Deutschland über 85 Jahre alt sein. Spätestens dann erreichen die geburtenstarken Jahrgänge der Sechzigerjahre die Pflegegrenze. Noch ist es die genügsame Generation, die sich in den Heimen einrichtet. Sie hat den Weltkrieg überlebt, manchmal zwei Kriege, und ist ohne den pauschal gebuchten Anspruch auf Selbstverwirklichung, Individualität und Lebensglück alt geworden. Vielleicht hilft das beim Altsein.

Frau H. ist mit ihrer Reisegruppe da. Das Hotel, na ja, man hat schon Besseres gesehen. Aber der Service ist sehr bemüht, lobt sie. Sie hat sich sorgfältig zurechtgemacht für den Tag. Perlen an den Ohren, Perlenkette um den Hals. Die gute Bluse mit den rot-beige-schwarzen Streifen. Auch Frau D. vom Bett nebenan ist schon fertig. Bald wird sie ihren Geliebten treffen. Die Hose trägt sie verkehrt herum. Stationsleiterin Margot Schnaitter ist stolz auf sie. Es ist das erste Mal seit einem halben Jahr, dass sich Frau D. selbst angekleidet hat.

Die beiden Frauen leben in der beschützenden Abteilung des Alten- und Betreuungszentrums Wasserburg. Dieses Heim ist unter den 11000 Pflegeheimen in Deutschland weder besonders groß noch besonders klein. Es ist nicht besonders alt oder besonders modern. Es liegt in einer besonders schönen Stadt, die sich vom Inn sehr malerisch umspülen lässt. Aber das bekommt keiner der 16 Be-wohner von Station I mehr zu sehen. Die Tür öffnet sich nur per Knopfdruck. Das "HERZLICH WILLKOMMEN", das bunt ausgeschnitten in Großbuchstaben gegenüber vom Eingang klebt, ist ein Willkommen im Endgültigen. Für jeden Menschen hier haben Vormundschaftsrichter gute Gründe gefunden, Fixierungen zu genehmigen. Dennoch versucht die Station I seit einem Jahr, den Menschen diesen Rest Freiheit wiederzugeben.

Im Regal bei Herrn S. steht noch die Urkunde von Schachturnier 1997. Den siebten Platz hat er gemacht. Heute macht er nachts in Bett. "Das überzieh ich später", entscheidet Margot Schnaitter. "Die Menschen kommen vor den Betten." Sie schließt den Kleiderschrank auf. Die Nacht über bleibt die Kleidung weggesperrt. Herr S. kann die Tageszeiten nicht unterscheiden. Oft macht er sich mitten in der Nacht ausgehfertig. Jetzt hat er keine Lust. "Ziehen Sie bitte die Hose hinauf", sagt Margot Schnaitter. "Noch ein Stück. Noch ein Stück." "Muss ich zwei Socken anziehen?" Herr S. ist unsicher. "Hose brauch ich doch auch?" Dass er sie eben, Stück für Stück, hochgezogen hat, ist vergessen, genauso wie die beiden Kinder, die er hat, die beiden Scheidungen, die er hatte, der Alkoholentzug, den er durchgemacht hat. Herr S. ist 59 Jahre alt.

Was Frau H. für ihre Reisegruppe hält, versammelt sich im Aufenthaltsraum. Der Bauer, der neben seinen toten Katzen gelebt hatte, und das von Fleisch und Wurst ausschließlich. Das lieferte der Metzger, solange er vom Konto abbuchen konnte. Der leitende Arzt, der bis heute nicht versteht, warum man ihn nicht mehr arbeiten lässt. Er spricht sehr gewählt und nur in Reimen: Berufsverbot ist so ein Kot.

Die alte Mutter, die ihr Puppenkind streichelt und vorzeigt mit seinem geblümten Kleid und dem blütenweißen Kragen, und die so viel erzählt über die Kleine, wie stolze Mütter das tun. Sie spricht in einer Sprache, die allein sie versteht. Und es kommt der Mann herein, für den sich Frau D. zum ersten Mal seit einem halben Jahr selbst anzogen hat. Herr L. mit den strahlend blauen Augen setzt sich neben sie an den Tisch. Sie legt die Hand auf sein Bein, als er den Teller leer isst. Er kümmert sich, dass auch sie genügend bekommt. Dann sagt er "Christine" zu ihr, wie eine seiner Freundinnen von früher heißt. Oder er fragt das Pflegepersonal, wer diese Frau eigentlich ist, mit der er Händchen hält.

Jeder der 16 Bewohner auf Station I trägt seine eigene Welt im Kopf. Sie ist verschüttet, von Demenz, von Alkohol. Das zwingt die Menschen in ein System, in dem es nichts gibt, was nicht geregelt wäre. Wasserlassen darf zwei bis drei Minuten dauern. Der Stuhlgang drei bis sechs Minuten. Das Wechseln von Windeln, je nach Bedarf, zwischen vier und zehn Minuten. Das Ankleiden acht bis zehn, das Entkleiden vier bis sechs Minuten. Das geduldige Antworten auf Hunderte Fragen ist in den "Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekräfte" nicht vorgesehen.

"Krieg ich auch was zu essen?" Herrn S. hält es nicht auf dem Stuhl. Die Unruhe ist Zeichen seiner Krankheit. "Krieg ich Suppe?" Er läuft in sein Zimmer. Er kehrt zurück. "Wann gibt es Abendessen?" Er hat gerade gegessen. Frau H. winkt mit der Hand ab. So ist es eben, wenn man mit der Gruppe auf Reisen geht: Einer nervt immer. "Krieg ich noch was?", fragt Herr S. Sie schüttelt den Kopf, dass die Perlen an den Ohren baumeln. Der alte Bauer schimpft laut. Um Frieden zu schaffen, darf Herr S. den Geschirrwagen zum Spülen schieben. Als er vor der Küche steht, sagt er: "Ich muss auf die Toilette." Als er vor der Toilette steht, fragt er: "Wann gibt es Frühstück?"

Altenpflege schafft Sicherheit. Der Preis der Sicherheit ist die totale Kontrolle. Im Computer wird für jeden Bewohner die Datei "Vitalwerte" geführt. "Einfuhr" ist, wenn einer ein Glas Wasser trinkt. Das Gegenteil heißt "Ausfuhr". Um 21.08 Uhr ist über Herrn S. notiert: "Starke motorische Unruhe beim Bewohner am gesamten Nachmittag/Abend. Erscheint im Schnitt alle fünf bis zehn Minuten, um Fragen nach dem Essen zu stellen. Er möchte weiterhin ständig essen und trinken. Er sagt, dass die Unruhe aus dem Brustbereich zu kommen scheint." Um 5.31 Uhr ist zum letzten Mal für diesen Tag festgehalten: "Herr S. war bis 23 Uhr sehr unruhig und kam ständig aus seinem Zimmer. Ebenso war er immer nass. Ab 23 Uhr schlief der Bewohner. Er musste aber mehrmals zum Toilettengang geweckt werden, da Inkontinenzeinlage nass war (extrem viel Ausfuhr, bitte weiter beobachten)."

Die Würde des Menschen wird tastbar. Im Alter rückt sie bis an die Haut. Wer Glück hat, trifft auf Margot Schnaitter, die das Bettzeug nass liegen lässt, weil sie sich um den Menschen darin kümmern will. Oder auf den Altenpfleger Helge Gruner. "Wir sind prinzipiell gegen Fixierung", sagt der. "Und wir sind der Meinung, wir sind so gut, wir kriegen das hin." Oder auf die frühere Mitarbeiterin des Alten- und Betreuungszentrums Wasserburg, die eben mal vorbeikommt, um der alten Mutter auf der Station I den Buggy ihres Sohnes zu schenken. Damit die ihr Puppenkind künftig im Wagen voller Stolz in den Aufenthaltsraum fahren kann. Wer Pech hat, um den kümmern sich keine Menschen. Den erfasst ein rationalisiertes System.

Andernorts gibt es die "Waschstraße". Früh am Morgen schiebt man die alten Menschen halbnackt im Rollstuhl in Reihe, um sie schnell und effektiv sauber zu bekommen. Da gibt es die Anweisung, die Bewohner nicht zu sehr mit Trinkwasser zu "gießen", damit Windeln und Bettwäsche nicht so häufig gewechselt werden müssen. Wer nicht ins System passt, wird passend gemacht. Der wird "sediert" oder "fixiert", stillgelegt mit Medikamenten oder Gurten. Und wenn sich kein Richter findet, der die Fixierung freigibt, bleiben die Hausmittel: Es genügt ja, die Brille zu verstecken. Die Kleidung zu verschließen. Oder Rollstuhl und Gehstock außer Reichweite zu stellen, um den Menschen kostengünstig im "Sit-by-Modus" zu halten.

Andrea Berzlanovich ist eine Freiheitskämpferin. Wer sie besuchen will, sollte kein allzu sensibles Gemüt mitbringen. Die Professorin für Gerichtliche Medizin, wie das in Wien heißt, arbeitet in der Sensengasse 2. Den Flur zu ihrem Büro schmücken großformatige Bilder. Sie zeigen ein erschossenes Schwein. Man hat ihm Jeans und T-Shirt angezogen. Postergroß demonstriert es Verwesungsstadien.

Es ist keine schlechte Einstimmung. "Für mich ist Fixierung gegen den eigenen Willen eine Form der Gewalt", befindet Andrea Berzlanovich. Sie stellt ihr Anliegen mit Fotos vor. Das erste Bild zeigt ein braunes Bett mit Bettgitter.

Eine Frau liegt mit der Brust auf der Bettkante. Beim Versuch, aus der Fixierung im Bett zu kriechen, ist sie unters Gitter gerutscht. Der Bauchgurt hat sie festgehalten. Der Abstand zwischen Matratze und Stäben beträgt neun Zentimeter. Diese Handbreit hat der Frau genügt, dazwischen ihr Leben zu lassen. Sie war nur 1,50 Meter groß und 43 Kilogramm leicht. Das Zimmer entspricht der Norm, das Bett, das Gitter und das Fixiersystem.

"Die Menschen sind nicht genormt", warnt die Rechtsmedizinerin. Andrea Berzlanovich hat in Deutschland 36 Tote in Fixiergurten untersucht. 31-mal war der Gurt die Todesursache. In einem Fall lag der Tote zwölfeinhalb Stunden, bis ein Pfleger nach ihm sah. "Drei Mechanismen führen zum Tod, welche würden Sie wählen?"

Die Rechtsmedizinerin klingt wie Günther Jauch im Fernsehquiz. "A: Kopf-Tieflage - zwei Fälle. B: Brustkompression - elf Fälle. C: Strangulation: 18 Fälle." Wer kopfüber mit dem Knie im Gurt hängen bleibt, stirbt langsam. Wem der Gurt beim Versuch, aus dem Bett zu krabbeln, über die Brust rutscht, quält sich 20 Minuten aus dem Leben. Strangulieren ist der schnellste Weg in den Tod. Hauptgewinn, Glückwunsch.

"Wer schützt wen?", fragt Andrea Berzlanovich. Die Kämpferin für die Freiheit im Alter ist überzeugt, dass die Qualität im Leben immer auch verbunden ist mit der Gefahr. Niemand würde ein kleines Kind festbinden, damit es sich nicht die Knie aufschlägt. Beim alten Menschen ist Fixierung üblich, um ihn vor einem Sturz zu bewahren. "Schützt das Heim den Bewohner? Das Heim den Angehörigen vor noch mehr Scherereien? Oder provokant: Schützt es sich selber vor Verantwortung?"

Die Gefahr ist die Angst. Sein Leben lang erwirbt sich der Mensch das Recht, unvernünftig zu sein.

Er darf, sobald er den Führerschein hat, mit 240 Stundenkilometern über die Autobahn fahren. Er darf, sobald er volljährig ist, zehn Bier am Tag trinken. Er darf auch, sofern er Fernsehgebühr zahlt, Lebenszeit an Heidi Klum verschwenden und ihre Suche nach "Germany's next Topmodel". Im Alter endet das Recht auf Unvernunft. Das System Pflege übernimmt die Verantwortung. Und es hat die Kontrolle.

Die Angst im System kann tödlich werden. Stephanie Flähmig hat diese Angst erlebt. Im Dezember 2008 beginnt die 26-Jährige, im Stephanus-Pflegeheim der Diakonie in Dinkelsbühl zu arbeiten. Sie lernt, dass die "Flüssigkeitsbilanz" bei den Bewohnern zu stimmen hat. Sie lernt auch, dass Bewohner dann aufs Klo zu setzen sind, wenn es in den Stationsablauf passt. Und sie erlebt, dass gegessen werden muss, und das um jeden Preis. Stephanie Flähmig erlebt das bei einer Frau, die keinen Appetit hat, weil sie sich nicht wohlfühlt. "So geht das nicht", befindet die Stationsleiterin. Die Vorgesetzte zwingt der Bewohnerin das Essen in den Mund. Die Frau verschluckt sich, würgt, läuft blau an im Gesicht und an den Händen. Sie stirbt. Ein Arzt wird nicht gerufen. "Das ist keine Bösartigkeit", erinnert sich Stephanie Flähmig. "Das steckt im System. Es zählt nur, dass alles abgehakt ist. Wir hatten Angst, die Vorgaben nicht zu erfüllen. Wir hatten Angst vor der Stationsleitung. Und als die Patienten starben, hatten wir Angst um unsere Arbeitsplätze."

Am letzten Tag ihrer Probezeit kündigt Stephanie Flähmig. Zusammen mit ihrer 24 Jahre alten Kollegin Katrin Haderlein unterzeichnet sie ein Mängelprotokoll. Zwei weitere Todesfälle listet sie darin auf. Eine Frau S. klagt über starke Bauchschmerzen und verfärbt sich gelb im Gesicht. "Die Stationsleitung untersagte der zuständigen Mitarbeiterin, einen Arzt zu rufen", beschreibt Stephanie Flähmig. Die Begründung: "Sie stirbt ja eh gleich." Eine Frau M. wird weinend vor Schmerzen und mit Blut im Stuhl im Pflegeheim festgehalten. Zwei Tage muss sie auf den Arzt warten. Als der kommt, schickt er sie ins Krankenhaus. Dort stirbt sie kurz nach der Einlieferung. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Weitere Zeugen melden sich. Die Altenpflegerin Diana Feilhauer, 38, zeigt ihr Handy. Heimlich hat sie in dieser Station im Altenheim der Diakonie in Dinkelsbühl ein Video aufgenommen. Es dauert eine Minute und zwölf Sekunden. 72 Sekunden können lang sein. Ein alter Mann liegt im Bett. Sein Kopf ist nach hinten überstreckt, der zahnlose Mund aufgerissen. Auf die Stirn hat man ihm einen blauen Waschlappen gelegt. Röchelnd quält er sich bei jedem Atemzug. "Manfred, wo hast du Schmerzen?", fragt endlich eine Frauenstimme. Langsam wendet der alte Mann den Blick, die Augen suchen Halt. Er klopft sich mit der Hand auf die Brust. Sie darf keinen Arzt holen, berichtet Diana Feilhauer. Sie soll Fieber messen. Nach zehn Jahren in dem System kündigt auch sie.

Für die Aufklärungsarbeit bedankt sich das Stephanus-Heim der Diakonie in Dinkelsbühl am Freitag vergangener Woche mit einem Hausverbot, es kommt per Einschreiben mit Rückschein. "Wir haben Zeugen und Beweise geliefert", sagt Stephanie Flähmig. "Passiert ist nichts. Ganz allein wir sind verhört worden." Die Pflege leidet, das System erfreut sich allerbester Gesundheit.

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Josef Seitz


Josef Seitz, 46, hat sich der Welt der Arbeit von ganz unten genähert, als Kanalarbeiter, und von ganz oben, als Dachdecker. Er hat gelernt, dass Worte schwerer wiegen als Dachziegel, meist aber leichter zu heben sind. Journalismus übte er bei der Regionalzeitung „Frankenpost“, Hof. Bis 1998 war er Chefredakteur der Kaufzeitung „Die Woche“, Regensburg. Bis 2000 leitete er als Chefredakteur die Fachzeitschrift „kress report“, Heidelberg. Seit September 2000 ist Josef Seitz stellvertretender Leiter des Ressorts Medien im Nachrichtenmagazin „Focus“. Als Autor verleiht er sich ans Reportageressort. Preise: Hansel-Mieth-Preis, Auszeichnungen für die besten Reportagen 2004/2007.
Dokumente
Die Würde des Menschen wird tastbar (PDF)

erschienen in:
Focus,
am 30.05.2009

 

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