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24.08.17

Bernhard Borgeest „Der zweite Tod

Dieser Text ist für den Reporterpreis 2009 nominiert.

Heikos Augen kreisen wie irr und leer, nichts hält sie. Was mögen sie wahrnehmen? Seine Hände krampfen, ihre Gelenke sind über 90 Grad geknickt. Die Mutter hat Waschlappen aufgerollt und sie ihm unter die Finger geklemmt, damit er sich nicht die Nägel in die Haut bohrt. Was mag er spüren? Der Vater schaltet Bayern 3 an. Er sagt, das sei ein Sender für junge Leute. Doch was kann Heiko hören?

Vor drei Jahren kommt Heiko übers Wochenende zu Besuch. Die Eltern freuen sich. Sie sind stolz auf ihren Sohn. Er ist groß und sportlich, hat Physio- und Ergotherapeut gelernt und absolviert gerade eine Ausbildung zum Heilpraktiker. Fürs Alter hat er den Eltern versprochen: Ich werde euch schon schaukeln. Nach dem Frühstück geht er ins Bad, die Mutter räumt im Keller. Als sie wieder die Treppe hochsteigt, ist es still im Haus. Erst denkt sie: Jetzt wird er doch mal fertig sein! Dann: Ist er schon los zum Wertstoffhof? Aber vor dem Fenster sieht sie seinen Wagen stehen. Sie ruft nach ihrem Sohn, sucht ihn. Und findet ihn. Kopfüber in der Badewanne, die gefüllt ist mit dem Wasser vom Vortag, umweltbewusst aufgespart zum Putzen und Spülen. Es ist Samstag, der 10. Dezember 2005, 9.30 Uhr.

Vielleicht ist Heiko ausgerutscht auf dem Läufer im Badezimmer, vielleicht ist er mit dem Kopf gegen die Armatur geschlagen, vielleicht war er für einen Moment ohnmächtig.

Die Mutter zieht Heiko aus der Wanne. Sein Gesicht ist blau, er atmet nicht mehr. Sie wählt sofort die Notrufnummer und alarmiert ihren Mann im Büro. Ein Sanitäter aus dem Dorf erreicht ihr Haus als Erster. 20 Minuten lang versucht er, Heiko wiederzubeleben. Dann kommen zeitgleich der Vater und der Notarzt aus der Stadt. Der Arzt rennt gar nicht, wie die Ärzte im Film es tun. Routiniert beginnt er mit seinen Maßnahmen. Die Mutter schreit und schreit. Nach mehr als einer Viertelstunde lässt der Arzt Heiko in den Krankenwagen laden. Den Eltern, die allein zurückbleiben, sagt er einen Satz, der sie bis heute quält: Das Herz schlägt wieder, aber im Kopf wird es böse aussehen.

Wenn er das wusste, fragt die Mutter, warum hat er Heiko nicht sterben lassen? Warum hat er das uns und unserem Sohn angetan? Und sie hadert mit dem Arzt, den sie gerufen hat und der seinen Job erledigt hat, als wäre er das Schicksal.

Tausendfach produziert die moderne Medizin Fälle wie Heiko. Fälle, in denen es Rettungswesen und Intensivstationen gelingt, einen Menschen am Leben, aber nicht bei Bewusstsein zu halten. Unfallopfer mit dramatischen Verletzungen am Kopf, schwerste Schlaganfälle, Ertrunkene, Erstickte, nach Herzstillstand Reanimierte, Menschen, die sich töten wollten, aber sich zu wenig Insulin gespritzt haben.

Die Eltern lernen den Begriff "apallisches Syndrom" kennen. Damit beschreiben Mediziner den Ausfall des Großhirns, jener Region, in der Geist und Wille wohnen. Der lange Sauerstoffmangel beschädigte dort Heikos Nervenzellen und kappte die Verbindungen zu den noch intakten Bereichen des Klein- und Zwischenhirns, die zuständig sind für das Vegetative.

Als Körper funktioniert Heiko noch. Sein Herz schlägt, seine Lunge holt Luft, sein Darm kann die Nahrung verdauen, die ihm über eine in seinen Magen operierte Sonde zufließt. Er liegt auf einem Pflegebett im ehemaligen Schlafzimmer der Eltern. Würde sein Gehirn optische Reize verarbeiten, könnte er hinaussehen in den Garten, der vollgepflanzt ist mit Koniferen, als wollten die Eltern sich und ihr kleines Haus verstecken.

Heikos Mundwinkel zuckt, sämiger Speichel fließt auf einen Latz. Er röchelt leise. Die Mutter legt ihre Hand auf seine Stirn. Heiko atmet über einen Schlauch, der aus seinem Hals ragt. Die Ärzte haben die Trachealkanüle implantiert, damit er sich nicht verschluckt und erstickt.

Der Schleim, der sich in der Lunge ansammelt, bahnt sich manchmal in wilden Spasmen und Explosionen seinen Weg nach draußen. Fontänen aus Blut und Sekret schießen durch das Zimmer, bis an die Decke. Die Eltern haben einen Baldachin aus himmelblauem und gelbem Stoff über dem Bett angebracht. Den Stoff kann man waschen.

Heiko wollte so nicht leben.

Oft hat er mit der Mutter über das Sterben gesprochen. Oft hat er gesagt: Ich will nicht an Apparaten hängen. Schon mit 28 unterschrieb er eine Patientenverfügung, die ihn vor unnötiger Leidensverlängerung schützen sollte. Als er einen Mann behandelte, der nach einem Unfall an Armen und Beinen gelähmt war, meinte er, für ihn wäre das kein Leben. Dann lieber sterben, sagte er. Den Eltern gab er die Vorsorgevollmacht. Sie sollten seinen Willen umsetzen.

Am Abend vor dem Unfall saß Heiko mit der Mutter in der Küche. Sie buk Weihnachtsplätzchen, und wieder sprach er vom Tod. Er fragte nach dem Onkel, der mit 32 Jahren im Krieg gefallen war, und sagte: Den habe ich ja schon um ein Jahr überlebt. Er drängte die Mutter, die Grabstellen der Großeltern zu verlängern. Wo soll ich denn hin, fragte er. Heute erscheint das der Mutter unheimlich.

Heute bringen die Eltern es nicht über sich, Heiko sterben zu lassen. Man fühlt sich als Kindsmörder, sagt der Vater. Wer lässt das zu, fragt er, dass das eigene Kind stirbt? Er habe nie hinhören wollen, wenn seine Frau und sein Sohn den Tod zum Thema hatten. Schon als Kind habe er den Gedanken ans Sterben nicht ertragen können. Ein Schock sei es gewesen, als er im Schauhaus die Leiche eines Ertrunkenen gesehen habe. Es sei stets schrecklich für ihn gewesen, kranke Katzen einschläfern zu lassen. Er habe den Tod immer verdrängt. Und jetzt wohnt er mit ihm in einem Haus.

Der Vater ist ein großer Mann, dessen Schlaksigkeit allmählich die Schwere und Träge des Alters annimmt. Weiße Haare umkränzen seinen kahlen Schädel. Er schläft in Heikos altem Jugendzimmer, wo in Kisten die Bücher und Ordner für die Ausbildung des Sohnes aufbewahrt sind, wo an der Wand die Fotos aus seiner Bundeswehrzeit hängen und im Schrank noch all seine Kleider, die er nie wieder tragen wird. Gelegentlich zieht nun der Vater die geliebten Sweatshirts des Sohnes an.

Ein lebender Leichnam sei sein Sohn, sagt der Vater. Es komme keine Reaktion, kein Erkennen, kein Lächeln. Und doch erzählt er ihm stets, wie Bayern und Dortmund gespielt haben. Manchmal scheint es dem Vater, als könne sich Heiko über sein Pulsoximeter mitteilen. Als würden Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung steigen, sobald er den Raum betritt. Gibt es nicht Untersuchungen aus England, die gezeigt haben, dass Wachkomapatienten noch vieles mitbekommen?

Keiner weiß, sagt der Vater, in welcher Welt Heiko lebt.

Nachdem sein Sohn aus der Reha angeliefert wurde, "entlassen zur Pflege nach Hause", hob der Vater Lieblingshund Charlie hoch an das Pflegebett. Er sagte: Schau, da ist der Heiko wieder. Aber Charlie drehte den Kopf weg. Katze Lea hingegen springt gern auf das Bett und scheint sich bei Heikos starren Füßen wohlzufühlen.

Bis vor wenigen Monaten arbeitete der Vater beim Zoll als Abfertigungsleiter Ausfuhr im gehobenen Dienst. 45 Jahre lang hat er das Gesetz vertreten. Es gab immer klare Regeln, ein Richtig und ein Falsch, ein Legal und ein Illegal und manchmal einen kleinen Ermessensspielraum. Gefühle spielten keine Rolle.

Jetzt aber ist seine Lage äußerst unklar. Statt eines Gesetzes existiert in Deutschland in der Frage des Sterbens und Sterbenlassens eine Grauzone. Groß scheint das Ermessen. Jede Überlegung ist beladen mit Gefühlen.

Die künstliche Ernährung einzustellen, ist das aktiv oder passiv? Wenn Heiko dann allmählich verhungert, ist das ein natürlicher Tod oder eine Tötung? Ist Heiko ein Sterbender, der nur mit Hilfe von Technik am Leben gehalten wird? Oder ist er ein geistig und körperlich Behinderter, der Unterstützung braucht? Hat der Heiko von einst ein Recht auf seinen Tod? Oder hat der Heiko von heute, sein Körper, ein Recht auf Leben? Verwehrt man dem einen ein würdevolles Ende, oder beraubt man den anderen der Würde des Daseins?

Muss da nicht, fragt der Vater, eine Ethikkommission entscheiden? Ein Richter? Rechtfertigt Heikos Patientenverfügung überhaupt das Stoppen der Nahrungszufuhr? Er möchte, so unterschrieb Heiko damals, keine lebensverlängernden Maßnahmen, wenn es zu einem nicht behebbaren Ausfall lebenswichtiger Funktionen seines Körpers kommt, der zum Tod führt. Ist das Großhirn lebenswichtig? Die von der katholischen und evangelischen Kirche formulierte Verfügung enthält eine gewisse Tücke. Sie erlaubt das Sterben, wenn man stirbt. Situationen wie das Wachkoma erfasst sie nicht.

Darf Heiko sterben? Oder muss er leben? Darf er leben? Oder muss er sterben?

Tun Sie es nicht, warnte der katholische Priester die Eltern. Tun Sie es nicht.

Die Mutter sagt: Ich weiß, dass ich Heiko gehen lassen muss, aber ich würde mich dann auch umbringen. Er ist ja warm, wenn man ihn streichelt. Er ist mein Sohn! Die Mutter ist klein und kräftig. Ihre Haare trägt sie kurz und gesträhnt. Feine rote Äderchen durchziehen ihre Wangen. Nach Heikos Unfall erlitt sie einen Hörsturz. Auch Riechen könne sie seitdem nicht mehr so gut, aber das erleichtere die Pflege. Sie sagt von sich: Ich bin ein hartes Leben gewohnt. Aufgewachsen ist sie auf einem Einödhof, ohne Strom und Telefon. Die Böden des Vaters waren wenig fruchtbar, er hielt ein paar Tiere, sie half im Stall. Sie lernte Krankenschwester in einer Zeit, in der Kliniken noch wie Kasernen geführt wurden. Sie zog die Kinder groß. Nun hat sie ihr großes Kind wieder.

Oft stehen Tränen in ihren Augen. Oft sagt sie: dieses Scheißleben. Niemals, sagt die Mutter, könne sie Heiko in ein Heim geben. Dort bekäme er keine Liebe, keine Aufmerksamkeit, niemand würde mit ihm sprechen. Sie hat die vielen wunden Stellen an seinem Körper gesehen, als er im Bett der Reha-Station lag. Dieses Leid wolle sie ihm ersparen. Heiko ist vollkommen hilflos, sagt sie. Hilfloser als ein Neugeborenes. Er könne nicht einmal schreien.

Die Mutter pflegt Heiko perfekt. Sie pumpt Sekret ab, sie cremt seine Haut ein, sie richtet die Dampfwolke des Inhalators auf die Trachealkanüle, um die Lunge zu befeuchten. Ein Arzt meinte, so könnte Heiko noch gut und gerne 20 Jahre leben. Der Gedanke machte die Mutter stolz, aber vor allem machte er ihr Angst. Was, wenn Heiko sie überlebt? Wie lange können wir das noch, fragt sie. Ich möchte nicht, dass er da bleibt, wenn wir nicht mehr sind.

Wie zwei Gefangene leben die Eltern in ihrem Haus. Gefangene ihrer Angst, ihrer Gefühle der Schuld und der Verantwortung. Als Gehilfen eines pflegebedürftigen Körpers, mit dem sie allein gelassen sind. Von den alten Freunden kommt Mitleid, aber wenig Unterstützung. Der Hausarzt macht keine Visiten mehr. Er sagt, es übersteige sein Budget. Auch Heikos Schwester meldet sich selten. Sie sei Lehrerin, sie habe selbst Kinder und ihr eigenes Leben, sagen die Eltern und nehmen ihre Tochter in Schutz, so wie Eltern ihre erwachsenen Kinder in Schutz nehmen vor ihrer heimlichen Sehnsucht nach mehr Nähe.

Nie unternimmt das Ehepaar etwas gemeinsam. Weil immer einer bei Heiko bleiben muss. Und weil ihnen ja unterwegs etwas zustoßen könnte. Die Eltern wagen auch nicht, Heiko in einen Rollstuhl zu schnallen und mit ihm einen Spaziergang zu unternehmen durch die Siedlung oder hinaus auf die Felder. Der Sohn ist schwer, sie bräuchten Hilfe, spätestens für die Treppen im Garten. Und die Leute würden gaffen. Ich würde auf sie losgehen, sagt die Mutter. Ich würde das nicht aushalten.

Nachts terrorisiert sie der Alarm. In einem schrillen Stakkato schlägt das Messgerät an, sobald Heikos Puls unter 45 Schläge oder seine Sauerstoffsättigung unter 85 Prozent fällt. Meist stehen die Eltern mehrmals auf, schütteln und rütteln ihren Sohn, betten ihn um oder nehmen ihm den Filter der Trachealkanüle ab, seine künstliche Nase. Oft scheint es der Mutter, als habe Heiko Schmerzen. Dann gibt sie ihm Valium, nur wenig, denn das Mittel könnte seine Lunge lähmen.

Ich glaube, dass der Zustand für ihn eine Qual ist, sagt die Mutter. Wir halten das seelisch nicht aus. Wir sind so im Zwiespalt. Und dann sagt sie: Das ist ja kein Leben mehr. Und sie lässt es offen, ob sie von Heiko oder von sich spricht.

Die schlimmste aller Ängste der Eltern ist, Heiko könnte tatsächlich noch einmal zu sich kommen. Er würde aufwachen, begreifen, wie es um ihn steht, und seinen Eltern vorwerfen: Warum habt ihr mich nicht sterben lassen?

Morgens kommt Hilfe, bezahlt von der Pflegekasse. Eine resolute Physiotherapeutin, ihren eigenen Bandscheibenvorfall ignorierend, beugt und streckt Heikos Arme und Beine, damit seine Gelenke nicht versteifen. Nach links, Heiko! Nach rechts! Bravo! Eine Krankenschwester wäscht ihn mit kräftigen, schnellen Bewegungen. Ihr Handy ist ihre Stechuhr. Abrechnen muss sie nach Minuten. Schließlich kommt Krankenschwester Claudia zum Haareschneiden. Im Salon ihres Vaters war Heiko schon als Kind ein Kunde. Zur Begrüßung fragt sie: Bist es noch Heiko, bist es noch? Und sie scherzt: Ein Dreitage-bart! Ein kleiner Rambo. Schaut doch verwegen aus. Die Mutter sagt: verwegen mit Windeln.

Als die Haare geschnitten sind, nach einem langen, anstrengenden Vormittag, scheint Heiko unruhig zu werden. Sein Körper beginnt zu zittern. Er kriegt einen Anfall, ruft die Mutter. Heiko, Heiko entspann dich, sagt die Krankenschwester und hält seine Arme fest. Der Vater drückt mit seinen Fingern auf zwei Punkte der Stirn, Akupressur, wie es ihm sein Sohn vor Jahren einmal beigebracht hat. Nervös schaut er auf das Messgerät. Heiko krampft, er vibriert, seine Haut wird blass. So stark können seine Spasmen werden, dass seine Sehnen reißen. Seine Atmung könnte aussetzen. Die Mutter greift nach dem Valium und träufelt ihrem Sohn ein wenig in den Mund. Heiko, es ist alles gut, sagt sie.

Gut, dass es vorbei ist, sagt die Krankenschwester nach einer Weile. Ja und nein, sagt die Mutter. Die Schwester schaut etwas irritiert und meint: Ich hätte den Arzt gerufen. Die Mutter entgegnet: Ich nicht. So weit bin ich. Dann wäre ich rausgegangen,beharrt die Schwester, und hätte ihn mit dem Handy geholt.

Die Eltern hoffen auf einen zweiten Schlag des Schicksals, auf eine höhere Macht. Auf eine Lungenentzündung vielleicht, an der Heiko sterben und die ihnen ihre unendlich schwere Entscheidung abnehmen würde. Auf einen zweiten, diesmal gnädigen Tod. Die Eltern würden in ein Loch fallen, den Mittelpunkt ihres Lebens verlieren. Aber sie könnten Abschied nehmen, und sie könnten vielleicht einen Traum verwirklichen, den sie hegten, als die Welt für sie noch in Ordnung war. Auf dem Gehöft, in dem die Mutter aufgewachsen ist, wollten sie einen Gnadenhof einrichten für alte Haus- und Nutztiere.

Ich wünsche mir, dass Heiko erlöst wird, sagt der Vater, dann sind auch wir erlöst.

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Bernhard Borgeest


Bernhard Borgeest, geboren 1961 in München, arbeitete nach dem Zivildienst als Schreiner, Kellner und Orchesterwart. Studierte Geoökologie in Bayreuth und Norwich, England. Betreute für GEO das GEOskop, war Redakteur beim ZEITmagazin und stellvertretender Chefredakteur von natur. Seit 1999 Ressortleiter Reportage beim FOCUS Magazin. Verheiratet, drei Kinder.
Dokumente
Der zweite Tod (PDF)

erschienen in:
Focus,
am 20.04.2009

 

Kommentare

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Evaline, 25.04.2016, 05:54 Uhr:

dici che SEL ha perso. Domanda: rispetto a che ? Visto che nei comuni dove si è votatoSEL si presentava per la prima volta e quindi non è possibile fare alcun raffronto ? Immagino infine che in questo sito web ci siano persone in grado di saper distinguere le differenze per un partito come SEL tra il voto per le elezioni comunali e quello per le regionali o addirittura per le le pohrlicle.Attiimenti tutte le volte dobbiamo rcominciare dall&#8217;abc.

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