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Wie man's macht

Alexander Smoltczyk „Volltanken in Malabo

Über diese Reportage hat Alexander Smoltczyk auf dem Reporter-Workshop 2007 gesprochen.

Vom Schurkenstaat zum Ölparadies, das klingt wie ein modernes Märchen. Tatsächlich erlebt Äquatorialguinea, fast unbemerkt, eine moderne Tragödie, die erzählt von den dunklen Nischen der Weltpolitik in den Zeiten von Öl und Terror.
Der Staatspräsident ist nach langem Kontinentalflug wieder in Malabo, der Inselhauptstadt von Äquatorialguinea, gelandet. Es ist Sonntagmorgen, der Himmel ist eine triefende Wolke, und vorgestern Nacht notierte die New Yorker Rohstoffbörse das Fass Rohöl mit 74 Dollar. Ein schöner Tag.

Staatspräsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo ist ein hagerer Mensch. Er sei ein ausgezeichneter Tennisspieler und wird von Menschen, die ihn kennen und im Land bleiben wollen, als bescheiden und auskömmlich beschrieben. Menschenrechtsorganisationen führen ihn in der Liga von Idi Amin und Pol Pot.

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Alexander Smoltczyk


Alexander Smoltczyk, geboren 1958, Studium der Volkswirtschaft, Philosophie und Landwirtschaft. Redakteur und Reporter für die taz (Frankreich-Korrespondent), Geo, Wochenpost und Merian, ab 1996 Reporter beim SPIEGEL. Seit 2005 lebt er als Italien- und Vatikankorrespondent in Rom. Smoltczyk hat mehrer Bücher veröffentlicht und zahlreiche Journalistenpreise erhalten, unter anderem zwei Kisch-Preise und einen Henri-Nannen-Preis. Seit Mai 2007 schreibt Smoltczyk wöchentlich Deutschlands erstes Vatikan-Blog „Uups! – et orbi“.
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Volltanken in Malabo

erschienen in:
Der Spiegel,
am 28.08.2006

 

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