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15.12.17

Malte Henk „Das Monster von Genf

Dieser Text ist in der Kategorie Dokumentation für den Henri-Nannen-Preis 2009 nominiert.

Es ist wie eine Sucht, sagt sie, du denkst daran die ganze Zeit. Spätabends zu Hause oder jetzt, morgens um neun im Büro. "Ich suche das Higgs-Teilchen", sagt Rosy Nikolaidou. Das Higgs-Teilchen ist der Zacken einer Kurve auf dem Computer. Man kann mit der Maus klicken, dann fluten Zahlen den Schirm, man tippt Befehle ein, wartet, dann wächst der Zacken, das ist gut, oder er schrumpft, das ist schlecht.

"Du musst kreativ sein", sagt Rosy. "Elementarrteilchen rufen ja nicht: Kuckuck, hier bin ich!" Deswegen sitzt sie in ihrem Büro am CERN, dem Europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik bei Genf, Gebäude 40, zweiter Stock - eine 39-jährige Griechin mit langen Haaren und Blümchenbluse. Es ist ein Büro mit schrammeligen Schreibtischen und Drehstühlen und Computerschirmen, wie in einer Behörde. Und so wie Rosy dasitzt, versunken in ihre Grafiken, kann man leicht übersehen, um was es hier geht.

Man sieht nicht, dass Rosy Nikolaidou nicht allein hinter dem Higgs- Teilchen her ist. Dass es bei dem ATLAS-Experiment 2000 Mitsucher gibt aus 37 Ländern und 167 Instituten. Dass sie eine riesige Maschine gebaut haben, um Atomsplitter zu untersuchen, eine Beobachtungsstation, so schwer wie das Stahlgerüst des Eiffelturms und so lang wie ein halber Fußballplatz. 55 000 Kabel und Röhren stecken in ihr drin - 100 Meter tief unter dem Schweizer Boden.

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Malte Henk


Malte Henk wurde 1976 in Bremen geboren. Er machte sein Abitur in Wolfsburg und studierte Geschichte, Germanistik und Rhetorik in Tübingen und Edinburgh. 2004/2005 besuchte er die Henri-Nannen-Journalistenschule, danach schrieb er als freier Autor unter anderem für den Spiegel und GEO; 2007 wurde er Redakteur bei GEOkompakt, seit 2008 ist er Redakteur bei GEO.
Dokumente
Das Monster von Genf (PDF)

erschienen in:
GEOkompakt,
am 01.03.2008

 

Kommentare

Lorene, 25.04.2016, 09:12 Uhr:

Bueno, pues empezamos bien, Selma. En efecto, Guerra Civil, Casado, No pasarán, raíces vascas y Asturias llevan a La Paeiinaroa.Puss Sr. Adanero, usted también empieza bien: Richard, Alemania, Venecia (donde murió), El oro del Rin y Opera llevan a Richard Wagner.Y con Hollywood, Hemingway (Forajidos - The Killers), 55 días en Pekín y Sinatra desembocan en Ava Gardner.Bela Bartok no, no está.Hala, adelante que quedan dos.Salud y República

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