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27.06.17

Prämierte Texte

Bas Kast „Was ist Mitgefühl

Mit diesem Text gewann der Autor den Axel-Springer-Preis 2002

Wir leiden mit den Menschen in New York. Dafür gibt es besondere Zellen im Kopf.

Besuch im Labor eines Hirnforschers. Das soll eine Suche werden. Eine Reise in unser Ich. Eine Suche nach dem Mitgefühl. Bilder von Menschen, die aus den Fenstern der Twin Towers hängen, den Abgrund vor Augen, Bilder vom Tod in Manhattan. Feuerwehrmänner, am Ende ihrer Kraft, Menschen auf der Suche nach Angehörigen - Szenen, die uns ergreifen, die uns Tausende von Kilometern entfernt zu Gedenkfeiern und Gottesdiensten gehen lassen. Was spielt sich bei diesen Bildern in unserem Gehirn ab?

Es soll aber auch eine Reise werden in die Welt von drei Männern und einer Frau, Hirnforschern in Italien, die manchmal verzweifeln an dem Projekt, die Welt im Kopf zu verstehen. Was ist Mitgefühl?, fragen wir sie. Wie kommt es, dass wir uns in andere Menschen einfühlen können?

Anruf bei der Hauptfigur, Christian Keysers, ein junger Deutscher, 28, den die Liebe nach Italien verschlagen hat: "Das ist alles noch extrem neu, somit spekulativ..." Die Stimme am Telefon, fast im Flüsterton: "Aber Mitgefühl, Sie werden es selbst erleben, es ist körperlich, wir können es sehen, wir können es hören, unsere Elektroden können es messen." Die Seele zum Anfassen. "Hallo? Sind Sie noch dran? Kommen Sie nach Parma!"

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Bas Kast


Bas Kast (* 1973 in Landau in der Pfalz) ist ein deutscher Autor. Kast studierte Psychologie und Biologie an den Universitäten in Konstanz und Bochum sowie bei Marvin Minsky am Massachusetts Institute of Technology in Boston und war ein Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 1996 wurde er von der Körber-Stiftung mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet. Seine journalistische Ausbildung erhielt er bei den Magazinen GEO, Nature und bei der Tageszeitung Der Tagesspiegel in Berlin; dort fing er 2000 als Volontär an, wurde 2002 Redakteur im Wissenschaftsressort und ist seit 2005 Reporter. Kast wurde mit dem Axel-Springer-Preis (2002), dem Heureka-Journalistenpreis (2004) und dem European Science Writers Award (2006) ausgezeichnet. 2003 erschien unter dem Titel Revolution im Kopf sein erstes Buch, in dem er - auch für Laien verständlich - beschreibt, wie die Hirnforschung unser Menschenbild und Bild der Wirklichkeit verändert. Im Jahr darauf veröffentlichte er sein Buch Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt. Mit ihm stand er mehrere Wochen auf der Bestsellerliste des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und landete auch international einen Erfolg. 2007 kam das Buch Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft auf den Markt, das sich ebenfalls zum Bestseller entwickelte. Nach Kast wurde die Süßwasserschnecke Tylomelania baskasti benannt.
Dokumente
Was ist Mitgefühl (PDF)

erschienen in:
Der Tagesspiegel,
am 20.09.2001

 

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