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23.04.17

Klaus Brinkbäumer „Die afrikanische Odyssee

Für diese Reportage erhielt der Autor den Egon-Erwin-Kisch-Preis 2007.


Ein Treck der Verzweifelten strebt Richtung Europa. John Ekow Ampan saß auf seinem Weg mehrmals im Gefängnis, er wurde deportiert und begann immer wieder von vorn. Er brauchte vier Jahre, um von Ghana bis nach Spanien zu kommen.

Reisen gibt es, die den Reisenden verändern und zu einem anderen Menschen machen. Vielleicht wäre er hinterher, nach seiner Reise, gern wie vorher, aber es geht nicht, seine Welt ist nun eine andere.

John Ampan hat Afrika seine Heimat genannt in den Jahren seiner Reise. Dann verlor er seine Sicherheit. Seine Freunde, seine Bräuche, seine Sprache, sein Lachen. Er wollte Europäer werden. Er zieht sich an wie ein Europäer, arbeitet wie einer, kauft die Fernseher und Waschmaschinen der Europäer.

"Ich werde nie einer", sagt er.

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Klaus Brinkbäumer


Klaus Brinkbäumer, geboren 1967, schreibt seit 1993 für den Spiegel, zur Zeit als Reporter in New York. Für seine Texte wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Egon-Erwin-Kisch- und dem Henri-Nannen-Preis. Brinkbäumer ist Verfasser und Co-Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschienen "Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee" und der Roman "Unter dem Sand".
Dokumente
Die afrikanische Odyssee

erschienen in:
Der Spiegel,
am 26.06.2006

 

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