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Freier Reporter - Die Nominierten

Diskussion der Jury um den besten freier Reporter 2018.



Auszug aus der Ausschreibung:

"Immer mehr Reporter arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen."


Nominiert in der Kategorie "Freier Reporter 2019":


Miguel Helm: „Sie ist 13, er 52“; Isabell Beer: „Josh wuchs behütet auf. Mit 15 verfiel er den Drogen. An Stoff zu kommen war nicht schwer. Er hatte ja Facebook“; Katrin Blum: „Aus den Augen; Carsten Stormer: „Duponts Kinder“; Laura Ewert: „Meine Mutter, die SPD und ich“; Marc Bädorf: „Erich, der Entdecker“; Theresa Hein: „Bruderherz“; Lena Niethammer: „Trotzkopf“.


Alle nominierten Texte in der Kategorie "Freier Reporter" (Reader, pdf)


Die Preisverleihung findet statt am 2. Dezember in Berlin.

 

Reportage - Die Nominierten

Die Jury diskutiert um die beste Reportage des Jahres 2018




Nominiert in der Kategorie "Beste Reportage 2019":


Emilia Smechowski: "Ein Ausflug ins Grauen"; Jan Christoph Wiechmann: "Freiwild"; Jonas Breng: "Doktor Gammel holt ein Kind"; Marc Hujer: "Schönes Spiel"; Marc Hujer: "Krass"; Anant Agarwala: "Der Champagner-Krieg"; Harald Maass: "Die Welt, von der niemand wissen soll"; Tina Kaiser: "Nahkampf"; Christine Holch: "Es waren viele Männer - und die Mütter"; Roman Pletter: "Der Industriekanzler"; Eva Sudholt: "Die Verschwundenen"; Barbara Hardinghaus: "Blühende Kreisverkehre"; Dominik Stawski: "Wenn das Herz versagt..."; Theresa Locker, Max Hoppenstedt: "Jagd auf 'Elysium'"; Andreas Glas: "Halt mich"; Max Polonyi: "Ein deutsches Hundeleben"; Lorenz Wagner: "Leben lassen".


Alle nominierten Texte der Kategorie "Reportage" (Reader, pdf) 

 

Interview - Die Nominierten

Jurorin Teresa Bücker diskutiert in der Jury um das beste Interview im Jahr 2018



Auszug aus der Ausschreibung:

"In den letzten Jahren haben Reporter neue Spielarten des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. So sind Interviewformen entstanden, die beispielhaft sind."

Nominiert in der Kategorie "Bestes Interview 2019":

Thilo Komma-Pöllath: „Die Sache Siegfried Mauser - Mein Chef und ich“; Matthias Wyssuwa: „Diener zweier Staaten“; Oliver Geyer: „Sie kam in mein Zimmer. Sie sagte, sie muss jetzt weg, kämpfen“;  Ron Ulrich: "Er war so besessen, dass er sich sogar über Hitler hinwegsetzte"; Anna Kemper: „Ich stand vor ihr wie vor einem Richter“; Christoph Schult, Severin Weiland: „"Es ist in Ordnung, dass ich sterbe"; Barbara Nolte: „Noch vier Wochen vorher applaudierten sie mir“; Marius Buhl, Charlotte Wirth: „Die EU will man nicht zum Feind haben“.


Alle nominierten Texte in der Kategorie "Interview" (Reader, pdf)


Die Preisverleihung findet statt am 2. Dezember in Berlin.

 

Essay - Die Nominierten

Juror Axel Hacke in der Diskussion um die beste Einreichung in der Kategorie "Essay" im Jahr 2018



Auszug aus der Ausschreibung: 

"Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben Reporter deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden."

Nominiert in der Kategorie "Bester Essay 2019":

 

Cigdem Akyol: "Mein Bruder"Marcel Laskus: „Wenn ich heute an den Amoklauf denke, denke ich an unser Schweigen“; Nicolas Büchse: „Gebrandmarkt“, Else Buschheuer: „Kriegerin“; Malte Henk und Britta Stuff: „Die helle Seite der Macht“; Heinrich Wefing: „Wie stabil ist das Grundgesetz?“; Moritz Honert: „Symbol Politik“; Johannes Schneider: „Die Apokalypse ist leider auserzählt“; Fabienne Hurst: „Gönn's Dir Genosse“.

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Essay" (Reader, pdf)


Beste Kritik - Die Nominierten

Diskussion der Jury um die beste Einreichung in der Kategorie "Kulturkritik" im Jahr 2018



Auszug aus der Ausschreibung: 

"Der Kritiker, vor allem im Feuilleton zuhause, ist eine uralte journalistische Figur, mal Hassfigur, mal König, immer umstritten - wir möchten jene Kritiker auszeichnen, denen es gelingt, mit eigener Sprache und neuen Formen ihren Job zu machen."

Nominiert in der Kategorie "Beste Kritik 2019":

Christian Zaschke: „America the Beautiful“; Nadia Pantel: „Rechtes Spektakel“; Gabriela Herpell: „Spiel mit dem Tod“; Lara Fritzsche: „Ins Licht“; Raoul Löbbert: „Messias im Volkskörper“ und „Eine Seele von Mensch“; Lars Weisbrod: „Neues Level“; Susanne Kippenberger: „Neue Farbenlehre“; Moritz Honert und Christiane Peitz: „Hauptsache Bio“.

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Kritik" (Reader, pdf)

Multimedia - Die Nominierten

Diskussion der Jury um die beste Einreichung in der Kategorie "Multimedia" im Jahr 2018



Auszug aus der Ausschreibung:

"Im Web werden Geschichten multimedial erzählt und sind doch ganz anders: Sie kombinieren Text, Foto, Ton und Video, lassen sich dabei interaktiv steuern oder nonlinear erleben. Nicht selten verlassen sie dabei die klassischen Genre-Konventionen der Reportage oder sie binden den Rezipienten auf neuartige Weisen in die Geschichte ein."

Nominiert in der Kategorie "Multimedia 2019":


Jannika Schultz, Stefan Schultz und Edward Lee: „Das Dunkle System“; Nicole Graaf und Emre Çaylak: „Das Kokain der Meere“; Katrin Langhans, Christina Berndt, Katrin Langhans, Mauritius Much, Frederik Obermaier, Bastian Obermayer, Anna Reuß, Nicolas Richter und Ralf Wiegand, Christian Endt, Elisabeth Gamperl, Lisa Bucher, Stefanie Preuin, Christoph von Eichhorn, Manuel Kostrzynski, Wolfgang Jaschensky, Felix Ebert, Vivien Timmler, Maria Sprenger, Stefan Kloiber, Franziska von Malsen und Hennes Elbert: „Implant Files“; Mathias Lutz, Marc Brupbacher, Amir Mustedanagic, Sebastian Broschinski, Rafael Zeier: „Mit welchen Technologien sind Sie aufgewachsen?; Mathias Lutz, Mikael Krogerus, Monika Fischer, Mathias Braschler, Lea Koch: „Leben nach dem Tod“; Ali Akinci, Alina Andrazcek, Isabelle Buckow, Joachim Budde, Stefanie Fischer, Thomas Hallet, Anna Heidelberg-Stein, Jannis Konrad, Till Prochaska, Marc Saha, Robert Schäfer, Ole Schleef, Anika Schnücke, Grit Schuster, Dr. Jakob Vicari, Sandra Wahle, Axel Weber, Michael Weidler, Bertram Weiß: „#bienenlive. Das große Bienen-Sensor-Experiment“; Paul Blickle, Alina Schadwinkel, Julian Stahnke und Julius Tröger: „Mit diesem Apparat ging es zum Mond“.

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Multimedia" (Reader, pdf)


Datenjournalismus - Die Nominierten

Diskussion der Jury um die beste Einreichung in der Kategorie "Datenjournalismus" im Jahr 2018



Auszug aus der Ausschreibung:

"Die Datenmenge in der Welt nimmt unaufhörlich zu, immer mehr Lebensbereiche werden vermessen und erfasst. Die Aufgabe der Datenjournalisten ist es, journalistisch relevante Daten zu finden, technisch zu bereinigen und zu analysieren. Oftmals arbeiten sie in gemischten Teams mit Programmierern und Grafikdesignern zusammen, um gesellschaftliche Zusammenhänge aus Daten herauszulesen und diese verständlich zu erzählen - offline oder im Netz. Die Kraft des Datenjournalismus liegt am Ende nicht in einer bestimmten Erzählform, sondern im Wahrheitsgehalt seiner Geschichten."


Nominiert in der Kategorie "Datenjournalismus 2019":


Helena Wittlich, Andreas Baum, Michael Gegg, Hendrik Lehmann, David Meidinger: „Wer profitiert vom Berliner Mietmarkt?“; Marcel Pauly, Katharina Adami, Christina Elmer, Uli Köppen, Alexander Kruse, Oliver Schnuck, Robert Schöffel, Philipp Seibt, Patrick Stotz, Josef Streule, Maximilian Zierer: „Blackbox Schufa“; Christoph von Einhorn, Moritz Zajonz, Felix Ebert, Stefan Kloiber, Martina Schories, Elisabeth Gamperl, Stefanie Previn, Felix Hunger, Manuel Kostrzynski: „Schnee war gestern“; Christian Bangel, Paul Blickle, Elena Erdmann, Philip Faigle, Andreas Loos, Julian Stahnke, Julius Tröger, Sascha Venohr: „Die Millionen, die gingen“.

  

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Datenjournalismus" (Reader, pdf)

 

Wissenschaftsreportage - Die Nominierten

Diskussion der Jury um die "Beste Wissenschaftsreportage" im Jahr 2018



Auszug aus der Ausschreibung: 

"Die meist hochkomplizierten Erkenntnisse der Natur- und Gesellschaftswissenschaften einem breiten Publikum so zu erzählen, dass es sich gleichermaßen unterhalten wie informiert fühlt, ist eine Kunst, die wir besonders dann auszeichnen wollen, wenn sie sich aller Formen bedient, die heutzutage dem modernen Erzähler zur Verfügung stehen."

Nominiert in der Kategorie "Beste Wissenschaftsreportage 2019":

Anushka Roshani: „Reise an die Enden meiner Welt“; Vivian Pasquet: „Leben im ewigen Augenblick“ und „Impfen! (Oder etwa nicht?)“; Dominik Stawski: „Die Spende“; Till Krause, Patrick Illinger, Patrick Bauer: „Wunschdenken“; Lorenz Wagner: „Für immer jung“; Nadine Ahr: „Anton fiel auf den Kopf. Er musste in die Klinik. Aber nicht in jedem deutschen Krankenhaus bekommt man die Hilfe, die man braucht“; Henning Sußebach: „Eine Kindheit verblasst“. 

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Wissenschaft" (Reader, pdf)

 

 

Beste Investigation - Die Nominierten

Diskussion der Jury um die "Beste Investigation" im Jahr 2018

 

 

Auszug aus der Ausschreibung: 

"Die Recherche ist der Anfang jeder guten Story, nur was neu ist, nur was stimmt, kann begeistern. In jedem Jahr gibt es Enthüllungen, die mehr sind als Stories, sie überragen, weil sie die Wirklichkeit nicht nur beschreiben, sondern verändern."

 

Nominiert in der Kategorie "Beste Investigation 2019":

 

Oliver Schröm, Frederik Richter, Ruth Fend, Alexandra Rojkov, Jonathan Sachse, Justus von Daniels, Anne-Lise Bouyer, Simon Wörpel, Benjamin Schubert, Marta Orosz, Ivo Mayr, Felix Rohrbeck, Christian Saleweski, Karsten Polke-Majeweski, Manuel Daubenberger, Willem Konrad, Jennifer Lange, Sylke Gruhnwald, Anna Miller, Stefan Melichar: „Die CumEx-Files - Wie Banken, Anwälte und superreiche Europa ausrauben“; Marta Orosz, Ruth Fend, Christian Salweski, Oliver Schröm, David Crawford, Markus Reichert, Hans Koberstein: „Grand Theft Europe“; Bastian Obermayer, Frederik Obermaier, Leila Al-Serori, Oliver Das Gupta, Peter Münch, Martin Knobbe, Wolf Wiedmann-Schmidt, Alexandra Rojkov, Walter Mayr, Vera Deleja-Hotko, Maik Baumgärtner: „Die Ibiza-Affäre“, Hans-Martin Tillack, Ruben Rehage: „Das Geschäft mit dem Krieg“; Christina Schmidt, Daniel Schulz, Sebastian Erb, Martin Kaul, Alexander Nabert: „Das Netz“, Holger Stark, Ronen Bergman, Erich Follath, Georg Mascolo: „Wenn einer aufsteht, um dich zu töten, töte ihn zuerst“.

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Investigation" (Reader, pdf)

 

 

 

Sportreportage - Die Nominierten

2018 gewann Moritz Herrmann die Auszeichnung, hier mit Laudator Marcel Reif und Moderator Jörg Thadeusz



Auszug aus der Ausschreibung: 

"Viele erfolgreiche Reporter haben als Sportreporter angefangen. Der Zeitdruck und die Konkurrenz durchs Fernsehen haben ihre Fähigkeit zur originellen Themensuche, zur genauen Recherche und zur packenden, anschaulichen Sprache geschärft. Genau durch diese Eigenschaften sollten sich Sportreportagen auszeichnen, die mit dem Reporterpreis geehrt werden."

Nominiert in der Kategorie "Beste Sportreportage 2019":


Christoph Gertsch: "Einer wie sie"; Marc Bielefeld: "Kaltblütig“, Christof Gertsch: "Acht Sekunden“, Nicolas Büchse und Christian Ewers "Der kälteste Tod"; Kai Müller: "Das zweite Leben“, Nicola Meier: "Ja! Jaa! Jaaa!" 

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Sportreportage" (Reader, pdf)

 

 

Lokalreportage - Die Nominierten

2018 schrieb Verena Friederike Hasel vom "Tagesspiegel" die beste Lokalreportage - fand die Jury



Auszug aus der Ausschreibung: 

"Reporter in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln. (Wichtig: Bitte in dieser Kategorie nur Reportagen von Lokalzeitungen einreichen."


Nominiert in der Kategorie "Beste Lokalreportage 2019": 

 

Julius Betschka und Martin Nejezchleba: "Die toten Babys von Neukölln"; Carsten Korfmacher: "Die Mutter des Terroristen"; Karl Grünberg: "Schutzlos“; Christine Keck: "Es blieb nicht bei einem Kuss"; Sören Kittel: "Wo ist Linh Chi?"; Kai Schlieter und Gabriela Keller: "Die Aspire-Story"; Anina Ritscher: "Liefern am Limit"; Marie Rövekamp: "Herzensangelegenheit". 

 

Alle nominierten Texte in der Kategorie "Lokalreportage" (Reader, pdf)


Das Reporter-Forum hat einen neuen Vorstand

 


Lieber Cordt,


vor einem Jahr, im ICE-Speisewagen, auf der Fahrt zum Reporterpreis, hast du zum ersten Mal gesagt, dass du dich zurückziehen willst aus dem Vorstand. Weil Reporterfabrik. Weil deine sieben Enkel. Weil jetzt mal die Jüngeren. Im September war Jahreshauptversammlung, du hast nicht wieder als erster Vorsitzender kandidiert.


Vor zwölf Jahren hast du zusammen mit Ariel und Stephan das Reporter-Forum ausgeheckt. Die Idee, damals und bis heute: Gemeinsam besser werden, voneinander lernen, die Profis von heute und die Profis von morgen. Nicht zusehen, wie Jobs wegfallen und weggekürzt werden, sondern den Medienwandel durch bessere Ideen und besseren Journalismus gestalten.


2007 gab es den ersten Reporter-Workshop. Und 2009 den ersten Reporterpreis. Hunderte Referenten und Referentinnen, dutzende Gewinner und Gewinnerinnen. Ein unglaubliches Netzwerk. So viele, die dieser Austausch beflügelt hat, so viele, die auch deshalb besser wurden.


So viele Erinnerungen. Wenn du beim Reporter-Workshop durch die Gänge liefst, in die Räume hinein wittertest und da hängenbliebst, wo die Debatte am hitzigsten war. Deine Reden auf dem Reporterpreis, wenn dir wieder die Tränen in die Augen schossen, weil dich ein Unrecht angerührt hat.


2008, beim zweiten Reportertreffen, die ersten Textworkshops: im großen Kreis öffentlich über die Schwächen eigener Stücke diskutieren. Unerhört damals, heute selbstverständlich. 2009, beim dritten Reportertreffen, der erste Referent aus den USA, mit der Botschaft: “The internet is an opportunity to tell new stories.” Auch darüber sprach damals in Deutschland noch kaum einer.


Andere verfluchten die Digitalisierung, du hast multimediale Erzählformen und digitale News-Formate ausprobiert. Du hast früh den Erklärjournalismus propagiert, vor Gefahren der Reportage gewarnt, vorm „narrativen Gefängnis“. Und 2009 zum ersten Mal dein Workshop: „Schreibt lieber Reports statt Reportagen“. Und in diesem Jahr mit der Reporterfabrik eine neue Form des Lernens im Netz etabliert.


Und für dich, lieber Stephan Lebert, gilt genau das Gleiche. Auch du ziehst dich aus dem Vorstand zurück, auch dir haben wir viel zu verdanken. So viele Ideen, so viele Anregungen. So viele Moderationen und Workshops. Wie freundlich, wie motivierend du bist. Immer auf der Suche nach neuen Stimmen. Und wenn du sie gefunden hast, dann förderst du sie nach Kräften.


Danke euch beiden!


Und jetzt? Wer geht jetzt voran? Zu siebt treten wir an als neuer gemeinsamer Vorstand. Wir sind Anette Dowideit, Heike Faller, Ariel Hauptmeier, Timm Klotzek, Philipp Maußhardt, Jonathan Stock. Und Matthias Koliwer macht den Schatzmeister.


Wir sind alle Reporter, die darüber nachdenken, wie man – in einer Welt voller Buchstaben – so erzählt, dass Menschen Lust haben, unsere Reportagen zu lesen. Und die gern jüngeren KollegInnen dabei helfen, zu ihrem besten Schreiber-Selbst zu finden, ohne dass sie dabei große Umwege machen müssen. Mit noch besseren Veranstaltungen, mit einem Reporterpreis, der sie anspornt.


Die Frage, die wir uns in den kommenden Jahren stellen wollen: Wie können wir so erzählen, dass die Leute uns weiterhin lesen, in einer Welt, in der die New York Times, Quora, Insta nur einen Klick entfernt sind?


Darüber wollen wir im nächsten Jahr beim Reporter-Workshop reden: „Wie schaffen wir es, gelesen zu werden?“ Ihr beiden werdet dann mit am Tisch sitzen. So wie jedes Jahr, und darauf freuen wir uns.


Ariel, Heike, Anette, Timm, Jonathan, Philipp

 

Jury des Reporterpreises benannt

 

In diesem Jahr entscheiden 29 Jurorinnen und Juroren über die Preisträger des Deutschen Reporterpreises. Neu hinzugekommen sind Franziska Augstein, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung und Sonja Zekri, Ressortleiterin der Süddeutschen Zeitung.


87 Vorjuroren wählen aus den eingereichten Arbeiten diejenigen aus, unter denen die Jury am 2. Dezember die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt. Am Abend des 2. Dezember werden sie im Tipi am Kanzleramt in Berlin geehrt.

Die Jurorinnen und Juroren sind:

Micky Beisenherz, Teresa Bücker, Astrid Csuraji, Gesine Cukrowski, Franziska Augstein, Kristina Dunz, Michael Ebert, Sylke Gruhnwald, Richard Gutjahr, Axel Hacke, Claus Kleber, Friedrich Küppersbusch, Sascha Lobo, Helge Malchow, Uwe Martin, Ulrich Matthes, Caren Miosga, Elisabeth Niejahr, Marcel Reif, Anja Reschke, Evelyn Roll, Vera Schröder, Pauline Tillmann, Maja Weber, Jessy Wellmer, Christine Westermann, Armin Wolf, Sonja Zekri, Diana Zinkler.

Der 30. Juror ist der/die große Unbekannte – er/sie wird im Namen der Teilnehmer des Reporter-Forums votieren. Die Forumsteilnehmer stimmen per Mail über die beste Reportage des Jahres ab; unter denen, die sich für die Reportage mit den meisten Stimmen entschieden haben, wird der Juror per Los bestimmt. 

 

 

Ausschreibung: Deutscher Reporterpreis 2019

 

 

Am Montag 2. Dezember wird der Reporterpreis 2019 vergeben, unter veränderten Bedingungen. Wir ziehen Konsequenzen aus dem Fall Relotius und den Diskussionen, die wir danach u.a. auf dem Reporter-Workshop geführt haben. 


Mit dem Deutschen Reporterpreis sollen die herausragenden Reportagen, Interviews, Essays und Innovationen des Jahres ausgezeichnet und vorbildliche Texte und Multimedia-Arbeiten zur Diskussion gestellt werden. 


Diese Diskussion ist der eigentliche Sinn des Reporterpreises, weil wir daran glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus, und zu Zeitungen, Zeitschriften und Websites, die so viele Leser finden, wie sie verdienen. 


Was machen wir anders? 

  • Erstens. Zukünftig kann jede Journalistin und jeder Journalist in jeder Kategorie den Reporterpreis nur einmal gewinnen. Ausgenommen davon sind Teams, in denen vier oder mehr KollegInnen zusammengearbeitet haben. 
  • Zweitens. Wir verlangen künftig in allen Kategorien ein "Making-of" inklusive der Telefonnummern von wichtigen Protagonisten. Wenn VorjurorInnen Zweifel an der Glaubwürdigkeit von preiswürdigen Arbeiten haben, lassen wir die Texte von erfahrenen Dokumentaren überprüfen. Darüber hinaus werden alle nominierten Arbeiten stichprobenartig überprüft - und alle Siegertexte. 
  • Drittens. Wir möchten die Diskussion intensivieren, durch Videokonferenzen der VorjurorInnen, mit denen die Kriterien für die Nominierungen präzisiert werden.
  • Viertens. Wir reduzieren die Anzahl der Kategorien um zwei, „Web-Video“ und „Hauptstadt“ entfallen, sodass jeder weniger Texte zu lesen hat. Aus „Beste Kulturkritik“ wird „Beste Kritik“. 
  • Fünftens. Auch die Arbeit der Hauptjury verändern wir so, dass jeder Juror nur noch Arbeiten in zwei Kategorien beurteilt, dadurch erhöht sich die Intensität der Diskussion. 

 

Hier ist der Text zu finden, der die Veränderungen begründet

 

Für den Deutschen Reporterpreis 2019 können alle deutschsprachigen journalistischen Texte und Web-Projekte eingereicht werden, die zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 30. September 2019 in Tages- und Wochenzeitungen, Magazinen und (aktualitätsbezogenen) Websites veröffentlicht wurden. Zweitveröffentlichungen, Übersetzungen, Buchveröffentlichungen und Manuskripte sind ausgeschlossen.

 

Wichtig: Jeder Beitrag kann nur in einer Kategorie ins Rennen gehen!

 

Beiträge können von den Autoren selbst, von Redaktionen oder von Lesern eingereicht werden.

Die Einreichungen werden nur hier online entgegen genommen.

 

EINSENDESCHLUSS

 

Dienstag, 1. Oktober 2019, 12 Uhr.  


In diesem Jahr wird der Reporterpreis in elf Kategorien verliehen:

 

Investigation: Die Recherche ist der Anfang jeder guten Story, nur was neu ist, nur was stimmt, kann begeistern. In jedem Jahr gibt es Enthüllungen, die mehr sind als Stories, sie überragen, weil sie die Wirklichkeit nicht nur beschreiben, sondern verändern.  

 

Datenjournalismus: Die Datenmenge in der Welt nimmt unaufhörlich zu, immer mehr Lebensbereiche werden vermessen und erfasst. Die Aufgabe der Datenjournalisten ist es, journalistisch relevante Daten zu finden, technisch zu bereinigen und zu analysieren. Oftmals arbeiten sie in gemischten Teams mit Programmierern und Grafikdesignern zusammen, um gesellschaftliche Zusammenhänge aus Daten herauszulesen und diese verständlich zu erzählen - offline oder im Netz. Die Kraft des Datenjournalismus liegt am Ende nicht in einer bestimmten Erzählform, sondern im Wahrheitsgehalt seiner Geschichten. 

 

Wissenschaft: Die meist hochkomplizierten Erkenntnisse der Natur- und Gesellschaftswissenschaften einem breiten Publikum so zu erzählen, dass es sich gleichermaßen unterhalten wie informiert fühlt, ist eine Kunst, die wir besonders dann auszeichnen wollen, wenn sie sich aller Formen bedient, die heutzutage dem modernen Erzähler zur Verfügung stehen.  

 

Lokalreportage: ReporterInnen in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln. 


Essay: Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben ReporterInnen deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden.  


Interview: In den letzten Jahren haben ReporterInnen neue Spielarten des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. 


Reportage: In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften wird der Platz und der Spielraum der ReporterInnen beschnitten, der Preis für die beste Reportage des Jahres soll Ansporn sein für ReporterInnen und Redaktionen, die große Reportage zu recherchieren und zu schreiben, immer wieder neue, unerzählte Geschichten zu entdecken und sie auf ungewöhnliche Art zu erzählen.  

 

Freie(r) Reporter(in): Immer mehr ReporterInnen arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen.  

 

Multimedia: Im Web werden Geschichten multimedial erzählt und sind doch ganz anders: Sie kombinieren Text, Foto, Ton und Video, lassen sich dabei interaktiv steuern oder nonlinear erleben. Nicht selten verlassen sie dabei die klassischen Genre-Konventionen der Reportage oder sie binden den Rezipienten auf neuartige Weisen in die Geschichte ein. Und auch in Podcasts loten JournalistInnen aus, wie sich Geschichten neu erzählen lassen - und nutzen dabei den Sog, den Serien entfalten können.

 

Sportreportage: Viele erfolgreiche ReporterInnen haben als Sportreporter angefangen. Der Zeitdruck und die Konkurrenz durchs Fernsehen haben ihre Fähigkeit zur originellen Themensuche, zur genauen Recherche und zur packenden, anschaulichen Sprache geschärft. Genau durch diese Eigenschaften sollten sich Sportreportagen auszeichnen, die mit dem Reporterpreis geehrt werden. 

 

Beste Kritik: Zu den anspruchsvollsten Genres im Journalismus gehört die Kritik. Deren Gegenstand ist die Wirklichkeit - vermittelt über ein Kunstwerk. Eine gute Kritik sagt nicht nur „Gut“ oder „Schlecht“, sondern macht sich aus dem Kunstwerk heraus ein Bild von der Welt - und erzählt dabei eine ganz eigene Geschichte. Ob Gemälde oder Netflix-Serie, Song oder Gebäude, Roman, Konzert oder Kinofilm: über Kunst zu schreiben, ist eine Kunst für sich. Und diese Kunst wollen wir auszeichnen. 

 

119 Vorjuroren aus mehr als 30 verschiedenen Redaktionen sichten die Einreichungen und nominieren in jeder Kategorie die besten Arbeiten. Texte aus der eigenen Redaktion liegen einem Vorjuror nicht vor. Die nominierten Arbeiten werden auf der Website des Reporter-Forums vorgestellt, in der Kategorie "Reportage" können die Teilnehmer des Reporter-Workshops in Hamburg als Juroren mitwirken.  


Am 2. Dezember kommt die Jury des Deutschen Reporterpreises, in der Journalisten, Publizisten und qualifizierte Leser sitzen, in Berlin zusammen, diskutiert die besten Texte und übergibt die Preise abends an die ausgezeichneten Journalisten.

 


Blog zum Reporterpreis 2019

 

 

gepostet von Ariel Hauptmeier, 12.11.19


Anfang November, wenn die Nominierungen für den Reporterpreis veröffentlicht werden, erwacht auf Twitter der Hashtag #reporterpreis zum Leben, und viele, die es in die Endrunde geschafft haben, teilen darunter öffentlich ihre Freude. Ein Thread stach in den vergangenen Tagen heraus, er stammt von @sydneygennies, der beim „Tagesspiegel“ das Ressort Story leitet. Gennies schrieb:  

 

„1. Über den Wert von Journalistenpreisen kann und muss man nach Relotius diskutieren. Aber Auszeichnungen wie nun der #Reporterpreis leisten etwas, was im Tagesgeschäft leider unter geht. 

 

2. Viel zu oft dringen wichtige Texte nicht durch. Weil der SEO-Algorithmus sich geändert hat, grade eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird, manchmal, weil wir sie beim @tagesspiegel nicht so selbstbewusst anpreisen, wie sie es verdienen. Jetzt haben wir …

 

3.  ... insgesamt 9 Nominierungen beim #Reporterpreis durch fast alle Kategorien. Und unabhängig davon, ob wir gewinnen, gibt es Gelegenheit die Geschichten der Kollegen nochmal hervorzuholen. Zum Beispiel die unglaubliche ...“

 

Und dann verlinkt Sydney Gennies nacheinander jene 9 Reportagen und Essays seiner KollegInnen, die in diesem Jahr nominiert sind, quer durch die Ressorts, und er hat Recht, es ist ausgezeichneter Journalismus, ganz gleich, ob es am Ende diese Stories sind, die einen Preis gewinnen. 

 

Und wir können nur ein weiteres Mal an die Ausschreibung erinnern: „Wir glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus.“

 

Heute eine Anfrage von einem Kollegen namens K.: „Sehr geehrte Damen und Herren, könnten Sie mir vielleicht einmal die Wertung der Vorjuroren zu meinen Einreichungen zukommen lassen? Das würde mich sehr interessieren. Herzlichen Dank und beste Grüße.“

 

Unsere Antwort: „Lieber Herr K., leider geht das nicht. Weder werden Punkte vergeben, noch sind die Vorjuroren dem Vorstand oder gar den Einreichenden irgendeine Art von Rechenschaft schuldig. Noch sind, wenn Sie den Zusatz erlauben, die Entscheidungen bei Journalistenpreisen auf irgendeine andere Weise objektivierbar. Es sind subjektive Werturteile, die zwar ausführlich begründet, aber nicht gemessen werden können.“

 

Wir freuen uns auf den 2. Dezember!

 

 


 

gepostet von Ariel Hauptmeier, 11.10.19

 

Es geht los! Anfang der Woche haben wir die Reader an die 87 VorjurorInnen verschickt. Sie werden jetzt lesen, diskutieren, auswählen – und bis Ende Oktober die Longlists für die einzelnen Kategorien nominieren. Wir sagen – DANKE!!

 

An Lorenz Matzat, Alexandra Stark, Ole Reißmann, Jochen Förster, Barbara Supp, Axel Bojanowski, Georg Dahm, Moritz Aisslinger, Hristio Boytchev, Julia Friedrichs, Astrid Geisler, Jennifer Wilton, Anette Dowideit, Julia Saldenholz, Egmont Koch, Karin Truscheit, Bastian Berbner, Kurt Stukenberg, Arno Makowsky, Dirk Lübke, Nora Gantenbrink, Inka Schneider, Swantje Dake, Marie Schmidt, Nicola von Hollander, Holger Liebs, Johannes Gernert, Denis Dilba, Maria Stöhr, Claus Hornung, Jana Petersen, Daniel Schulz, Marc Neller, Dagmar von Taube, Jana Simon, Florian Zinnecker, Stefan Schirmer, Emilia Smechowski, Georg Meck, Katharina Jakob, Bastian Obermayer, Hartmut von Welscher, Jan Heidtmann, Joachim Fahrun, Volker ter Haseborg, Dieter Fuchs, Katja Bauer, Katrin Langhans, Barbara Nolte, Steffi Kammerer, Diana Laarz, Verena-Friederike Hasel, Daniel Müller, Stefan Krücken, Martina Wimmer, Jens Schröder, Markus Götting, Judka Strittmatter, Ismene Poulakos, Heinrich Löbbers, Andreas Öhler, Sven Behrisch, Christina Sianides, Robert Arsenschek, Patrick Bauer, Christine Zerwes, Jenni Roth, Kai Müller, Philipp Krohn, Bernd Volland, Carolin Pirich, Sonja Banze, Johannes Schweikle, Felix Zimmermann, Judith Liere, Nadine Ahr, Annika Bunse, Julius Tröger, Julian Stahnke, Dirk von Gehlen, Marta Orosz, Marin Majica, Stefan Heijnk, Oliver Wurm, Ruth Hofmann, Pit Gottschalk, Javier Cáceres.  


Wer möchte mitdiskutieren? Schick deinen Beitrag an 


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Termine 2019

 


4. September - 1. Oktober 2019 

Bewerbung für den Deutschen Reporterpreis 2019


2. Dezember 2019

Verleihung des Deutschen Reporterpreises, Berlin





Erklärung der Jury



Wie kann es sein, dass Claas Relotius im Dezember zum vierten Mal mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet wurde? Hat die Jury einen "Fehler" gemacht? Was wäre dieser Fehler? Dem "Spiegel" vertraut zu haben, wahre Texte zu produzieren? War es ein "Fehlurteil"? Warum hat die Jury so lange geschwiegen? Was sind die Konsequenzen für die Jury, den Reporterpreis, das Beurteilen von Reportagen? 

Hier eine ausführliche Begründung der Jury, von Çiğdem Akyol, Nikolaus Brender, Rainer Hank, Tina Hildebrandt, Friedrich Küppersbusch, Ines Pohl, Doreen Reinhard, Evelyn Roll, Regine Sylvester, Diana Zinkler und Moderator Ariel Hauptmeier, genauso vielstimmig, wie sie auch im Dezember argumentiert haben, als sie Claas Relotius die Auszeichnung für die "Beste Reportage" zuerkannten. 


Soviel vorab: "Wir sind erschüttert, wir sind enttäuscht, wir sind wütend und, ja, wir schämen uns, dass wir diesem Betrüger auf den Leim gegangen sind."

 

 

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